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Zuger Gemeinden werfen sich in Schale für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest schaut die Schweiz nach Zug. Deshalb putzen sich Dörfer und Städte heraus.
Andrea Muff
Die Gemeinden putzen sich für das ESAF heraus. Die Zuger Vorstadt wurde mit Flaggen von den verschiedenen Kanton und Zuger gemeinden geschmückt.(Bild: Roger Zbinden, 13. Juli 2019)

Die Gemeinden putzen sich für das ESAF heraus. Die Zuger Vorstadt wurde mit Flaggen von den verschiedenen Kanton und Zuger gemeinden geschmückt.(Bild: Roger Zbinden, 13. Juli 2019)

Von der Fassade der Zuger Kantonalbank an der Baarerstrasse in Zug grinsen die Bösen bereits seit Monaten die Passanten an. Nun stimmen sich auch die Zuger Gemeinden auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) ein und «schmücken» sich mit zum Ereignis passenden Flaggen, Skulpturen oder Blumensäcken.

Die sportliche Grossveranstaltung findet bekanntlich vom 23. bis 25. August mitten in der Stadt Zug statt. Damit tritt die Stadt automatisch in den Fokus. Das ist auch der Stadtverwaltung bewusst. «Zug wird sich so weit wie möglich für den Anlass herausputzen und den Esaf-Besuchern einen freundlichen Empfang bereiten», schreibt Kommunikationsbeauftragter Thomas Gretener auf Anfrage. Dabei komme etwa das neue Beflaggungskonzept erstmals zum Einsatz. Die Beflaggung sei generell für Grossanlässe gedacht. So hängen an der Artherstrasse, der Vorstadt und der Chamerstrasse Kantons- und Gemeindefahnen. Sie sollen über den 1. August bis nach dem Esaf hängen bleiben.

Weiter sind seit einigen Wochen an den Ortseingängen (Choller, Nordzufahrt, Artherstrasse) Blachen mit dem Spruch «Willkommen in Zug bei den Bösen!» zu sehen. Die Stadt hat zudem Bewilligungen für die sogenannten Fahnenburgen entlang des Rigiplatzes und beim Arenaplatz erteilt. «Für Zug ist das Esaf eine willkommene Gelegenheit, sich von seiner schönsten Seite zu präsentieren», schreibt Thomas Gretener weiter. Und verweist darauf, dass man im «Umfeld des Esaf alle Strassenbaustellen eingestellt oder abgeräumt, sodass keine Baulatten das Bild stören werden». Weiter ermutigt die Stadt auch Private, ihre Häuser zu schmücken, dafür brauche es keine 
Bewilligung.

In Cham schwingen die
Bösen auf dem Kreisel

Dies hat etwa ein Schwingfan in Niederwil bereits getan. In den Fenstern hängen ausgestopfte Edelweiss-Hemden mit Schwingerhosen – ein Hingucker. Einen solchen gibt es auch auf dem Chamer Dorfkreisel: Dieser hat nämlich der Werkhof in einen Sägemehlring mit lebensgrossen Abbildungen von lokalen Schwingern verwandelt. Die Fotos durfte die Gemeinde von der Zuger Kantonalbank übernehmen. Zusätzlich wurden bei den bestehenden Fahnenmasten am Dorfkreisel zwei Werbebanner mit Motiven des Schwing- und Älplerfests gehisst. Gemeindepräsident Georges Helfenstein kommt im Zusammenhang mit dem Schwingsport nicht umhin, Harry Knüsel und den Schwingklub Cham-Ennetsee zu erwähnen: «Schliesslich darf der Klub als grössten Erfolg der Klubgeschichte den Gewinn des Schwingerkönigtitels von Harry Knüsel am Esaf 1986 in Sitten für sich verbuchen.» Bis heute ist Knüsel der einzige Innerschweizer Schwinger, dem dies gelang. «Wir hoffen natürlich, dass sich dies in diesem Jahr ändert und wir uns erneut über einen Chamer Schwingerkönig freuen dürfen», so Helfenstein.

Generalprobe in der
Gemeinde Risch

Zwei hölzerne Schwinger stehen in Steinhausen auf dem Kreisel. (Bild: Roger Zbinden, 13. Juli 2019)

Zwei hölzerne Schwinger stehen in Steinhausen auf dem Kreisel. (Bild: Roger Zbinden, 13. Juli 2019)

Die Gemeinde Risch hat bereits die Generalprobe fürs Esaf ausgetragen, nämlich das 100. Zuger Kantonalschwingfest. Die dort verwendeten Brunnen wurden nun auf dem Dorfplatz aufgestellt. Ausserdem werde die Beflaggung der Strassen vom 1. August bis nach dem Esaf verlängert, heisst es vom stellvertretenden Gemeindeschreiber Peter Stöckli. In Hünenberg werden ebenfalls die Strassen mit Flaggen geschmückt und Plakate aufgestellt. In der Gemeinde Steinhausen ist die Dekoration ein wenig aufwendiger: Auf dem Zentrumskreisel steht eine Holzskulptur von zwei anpackenden Schwingern. Gemäss Gemeindepräsident Hans Staub möchte man damit für das Grossereignis begeistern, die Vorfreude und Freude wecken. «Dieser Anlass ist für unsere Region bestimmt eine einmalige Sache», so Staub.

In Menzingen weist eine Esaf-Fahne am Bernardaplatz auf den Megaevent hin. Gemeindepräsident Andreas Etter fordert auch Private zum Schmücken auf: «Unsere Dorfmetzg hat ihr Ladenlokal schon voll auf Esaf dekoriert und solche Initiativen sind gut.» So sehen das auch die anderen Zuger Gemeinden. Die Installationen müssen aber gesichert sein und dürfen die Sicht nicht beeinträchtigen. Die Neuheimer Gemeindeschreiberin Melanie Imfeld gibt zu bedenken: «Werbungen an Strassen sind bewilligungspflichtig und bedürfen einer ordentlichen Bewilligung.» Ihre Gemeinde macht mit drei Fahnen und zwei sogenannten «Big-Bags» – grosse viereckige Säcke – auf das Esaf aufmerksam.

Baar zieht das
«Sonntagskleid» an

Am Dorfeingang in Walchwil stehen sogennante Big-Bags. (Bild: Stefan Kaiser, Walchwil, 13. Juli 2019)

Am Dorfeingang in Walchwil stehen sogennante Big-Bags. (Bild: Stefan Kaiser, Walchwil, 13. Juli 2019)

Auch in Unterägeri sind diese übergrossen Säcke zu sehen. In der Nachbargemeinde Oberägeri werden seit zwei Wochen Esaf-Fahnen angebracht. Gemeindeschreiber Alexander Klauz betont den Zweck des Schmückens: «Der Kanton Zug und die Gemeinden sollen übers ganze Land als Einheit, welche zusammen steht und gemeinsam funktioniert, wahrgenommen werden.» Das «einheitliche und kompakte Bild» ist auch dem Walchwiler Gemeindepräsidenten Stefan Herrmann wichtig. In seiner Gemeinde schmücken neben der Esaf-Beflaggung zwei «Big-Bags» mit Blumen die Dorfeinfahrt.

Die Gemeinde Baar sieht sich als Eingangstor zum Festgelände. Gemeindeschreiberin Andrea Bertolosi betont deshalb, dass «wir unser ‹Sonntagskleid› anziehen» werden. Auch in Baar weisen Flaggen und «Big Bags» mit Blumen auf das Schwingfest hin. Zudem ist an der Nordstrasse der eine Kreisel bereits «Esaf-konform» bepflanzt. Der zweite sei bereits mit einer Naturwiesenmischung eingesät worden, so Bertolosi.

Zudem ist auf den Gemeindeverwaltungen Baar, Cham, Hünenberg, Menzingen, Neuheim, Oberägeri, Risch und Steinhausen auch das Esaf-Festabzeichen für 10 Franken 
erhältlich.

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