Freizeitbetreuung an den städtischen Schulen: Eine Planung muss möglich sein

Redaktorin Zoe Gwerder über die Freizeitbetreuung an den städtischen Schulen.

Zoe Gwerder
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Zoe Gwerder.

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Wer in der Stadt Zug sein Schulkind am Mittag und Nachmittag in der Freizeitbetreuung der städtischen Schulen betreut haben will, hat in einigen Stadtteilen eine Zitterpartie vor sich. Denn eine Anmeldung heisst nicht, dass das Kind auch einen Platz erhält. Kinder von Eltern mit sozialen Problemen sowie von Alleinerziehenden haben Vorrang. Und die Platzzahl ist beschränkt.

Dass die Plätze nicht für alle reichen, ist das Eine. Viel gravierender ist jedoch, dass der Entscheid, ob das Kind nun ab Mitte August betreut werden kann, erst kurz vor den Sommerferien, Ende Juni, bekannt gegeben wird. Es bleiben also rund eineinhalb Monate, um eine andere Lösung zu finden.

Definitiv eine sehr kurze Zeit, denn den Job zu künden, ist in so kurzer Zeit meist nicht möglich und wohl auch nicht gewünscht. Und die Grosseltern der Kinder sind oft bereits zu alt, um sich noch um einen Wildfang zu kümmern, oder sie sind noch fit und mobil und möchten ihre freie Zeit ohne feste Verpflichtungen gestalten. Ansonsten hätte man wohl schon eher zu dieser Lösung gegriffen.

Dass es bei der Planbarkeit keine Lösung gibt, ist wenig verständlich. Haben doch die meisten Eltern fixe Tage, an welchen sie die Betreuung benötigen. Auch ohne den Stundenplan abzuwarten, sollte hier also geplant werden können. Zumindest wäre dies eine vorübergehende Lösung – bis die Stadt ihr System umgestellt hat und das Betreuungsangebot nachfrageorientiert anbietet. Sodass jedes pünktlich angemeldete Kind einen Platz erhält.