Fussball
Der Favorit setzt sich durch: Cham gewinnt den Zugerland Cup

Der Promotion-League-Klub bezwingt den 1.-Liga-Aufsteiger Rotkreuz mit 3:1. Platz 3 geht an Gastgeber Zug 94.

Martin Mühlebach
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Chams Marin Wiskemann (Mitte) sieht sich von den Rotkreuzern Endrit Emini (links) und Alan Nabarro bedrängt.

Chams Marin Wiskemann (Mitte) sieht sich von den Rotkreuzern Endrit Emini (links) und Alan Nabarro bedrängt.

Bild: Maria Schmid (Zug, 30. Juli 2022)

Die Favoriten haben sich am Finaltag des Zugerland Cups durchgesetzt. Im Spiel um Platz 3 gewann Zug 94 (2. Liga interregional) gegen Ägeri (2. Liga) diskussionslos mit 4:1.

In das mit Spannung erwartete Finalspiel zwischen Rotkreuz und Cham startete der in die 1. Liga aufgestiegene FCR mit einem 4:3 Sieg im Penaltyschiessen. Cham musste deshalb das Endspiel gewinnen, um den Turniersieg zu holen.

Eigentor läutet die Niederlage ein

Die Elf von Trainer Roland Schwegler nahm die Herausforderung an. Die Rotkreuzer waren von Beginn an mehrheitlich mit Defensivaufgaben beschäftigt, die sie allerdings lange Zeit gut bewältigten. Bis zur 28. Minute, als der Rotkreuzer Innenverteidiger Mentor Latifi den Ball aus einer unübersichtlichen Situation heraus ins eigene Tor ablenkte.

Rotkreuz versuchte zu reagieren, aber die schnell vorgetragenen Gegenangriffe versandeten infolge gravierender Zuspielfehlern in der letzten Zone. Der Rotkreuzer Cheftrainer René Erlachner gestand nach der Partie:

«Cham war im ersten Spielabschnitt klar besser als wir.»

Im Verlauf der zweiten Halbzeit vermochte sich seine Mannschaft zu steigern, aber die Tore erzielte Cham. In der 52. Minute liess der angerempelte Rotkreuzer Goalie Joao Ngongo den Ball für einen kurzen Moment aus den Händen gleiten. Der neuverpflichtete Luiyi Lugo bekundete keine Mühe, das 2:0 zu erzielen.

Nur acht Zeigerumdrehungen später war das Spiel vorzeitig entschieden, als Marin Wiskemann seine Mannschaft mit einem herrlichen Absatztrick mit 3:0 in Front schoss. Das in der 79. Minute von Guto Cappeli erzielte Tor für Rotkreuz diente nur noch für Resultatkosmetik.

Cham muss sich steigern

Der Chamer Sportchef Marcel Werder meinte zu Recht: «Im Vergleich zur ersten Partie gegen Zug 94 ist uns eine Leistungssteigerung gelungen. Wir haben verdient gewonnen, aber wir müssen die Genauigkeit in unserem Spiel noch verbessern, um im ersten Meisterschaftsspiel in Kriens bestehen zu können.» Dieses findet am 6. August statt. Um über die Aussenbahnen noch mehr Zug nach vorne entwickeln zu können, braucht Cham wohl noch eine Verstärkung. Trainer Roland Schwegler hätte kaum etwas dagegen.

Der Rotkreuzer Teamchef René von Euw befand: «Cham hat bewiesen, dass es zu Recht die Nummer eins im Kanton Zug ist. Wir zeigten zwar gute Ansätze, aber in Abwesenheit einiger Stammspieler konnten wir unser gewohntes Kombinationsspiel nicht wie gewünscht aufziehen.» Trainer René Erlachner betonte lächelnd:

«Cham hat uns zum richtigen Zeitpunkt kurz vor dem Saisonstart einen Klaps an die Birne verpasst.»

Die Rotkreuzer treten zum 1.-Liga-Start am 6. August bei Concordia Basel an.

Torreiche Partien im Halbfinal

In den Halbfinal hatten sich mit Cham und Rotkreuz die Favoriten durchgesetzt. Der Sportclub besiegte den Gastgeber Zug 94 mit 4:3. Und Rotkreuz setzte sich gegen Ägeri mit einem 3:1-Sieg durch. Während die zweitgenannte Partie deutlich verlief, bekundete Cham etwas Mühe, um das in die 2. Liga interregional abgestiegene Zug in die Schranken zu weisen.

Die Herti-Elf, die das vorangegangene Penaltyschiessen zu ihren Gunsten entschieden hatte, führte bis kurz vor dem Abpfiff mit 3:2. Cham gelang der Ausgleich zum 3:3 in den letzten Minuten. Der Siegtreffer, den Marin Wiskemann mittels Foulpenalty erzielte, fiel wenige Sekunden vor dem Ende der umkämpften Begegnung.