Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Bus ist in Schwingerhosen unterwegs

Der Unternehmensleiter der Zugerland Verkehrsbetriebe hat über die bevorstehenden Herausforderungen gesprochen. Darunter finden sich eine Grossveranstaltung und eine Grossbaustelle, die den Einsatz der Gesamtbelegschaft erfordern.
Andrea Muff
Ab dem 11. April ist der Esaf-Bus mit dem Handorgel-Gelenk auf den Zuger Strassen unterwegs. (Bild: Andrea Muff (Zug, 10. April 2019))

Ab dem 11. April ist der Esaf-Bus mit dem Handorgel-Gelenk auf den Zuger Strassen unterwegs. (Bild: Andrea Muff (Zug, 10. April 2019))

Ab dem 11. April ist ein neuer Bus der Zugerland Verkehrsbetrieben (ZVB) unterwegs: Er fährt quasi im Schwinger-Tenü umher und soll die Zuger Bevölkerung auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug im August einstimmen. Mit aufgeklebten Blumen, in Holz-Chalet-Optik und einer Handorgel als Gelenk ist der Bus nicht nur von aussen ein Hingucker, sobald man ihn betritt, ertönt Ländlermusik und an den Haltestangen hängen Schwingerhosen und kleine Kuhglocken.

Der Bus wurde am Mittwoch am ZVB-Meeting präsentiert: dies vor Vertretern aus Gemeinden und Kantonen, in denen die ZVB Leistungen erbringt, Bundesvertretern sowie Partnern und Transportbeauftragte. Am Anlass informierte Unternehmensleiter Cyrill Weber über die Herausforderungen von heute und morgen. Mit dem Esaf steht etwa eine Grossveranstaltung auf der Agenda. Während des Eidgenössischen werde ein Grossteil der Belegschaft im Einsatz stehen, sagte Weber. Sie sei jedoch nicht nur hinter dem Steuer anzutreffen, nämlich auch in der Werkstatt und als Helfer im Hintergrund. «Die Zeitspanne, bis alle Besucher in der Arena sein müssen, ist eng. Daher ist es schwierig zu planen, wo wie viele Busse eingesetzt werden müssen», sagte der ZVB-Unternehmensleiter.

Mehr als Alltag

Ein weiteres Ereignis, das den vollen Einsatz der Mitarbeiter erfordert, ist die Zugersee-Ost-Sperrung ab dem Pfingstwochenende. Während eineinhalb Jahren wird die Zugstrecke zwischen Oberwil und Arth-Goldau gesperrt und das ZVB-Busangebot ausgebaut mit zusätzlichem Personal und Fahrzeugen (Ausgabe vom 4. April). «Das Jahr 2019 ist für uns mehr als Daily Business», resümierte Cyrill Weber.

Auf dem Programm des Transportunternehmens stehe aber noch ein weiterer Höhepunkt. Diesen September wird nämlich der erste vollelektrische E-Bus, der eCitaro von Mercedes, an die ZVB geliefert. «Elektromobilität hat Zukunft», ist Weber überzeugt. Mit dem Kauf des E-Busses alleine sei es aber nicht getan. «Es braucht auch Investitionen in die entsprechende Infrastruktur», machte Cyrill Weber klar. Eine E-Tankstelle muss gebaut, die Stromzufuhr sichergestellt und das Werkstattpersonal ausgebildet werden, zählte er weiter auf. «Wir gehen Schritt für Schritt an das Thema heran.»

«Das CO2-Konzept muss lebendiger werden»

Cyrill Weber präzisierte: «Mit unseren heutigen Gebäuden können wir die Entwicklung der E-Mobilität nur bedingt mittragen beziehungsweise stossen relativ bald an Grenzen.» Der neue Hauptstützpunkt, dessen Planung vor kurzem im Kantonsrat die erste Hürde genommen hatte, soll Abhilfe schaffen. Weber verwies auf das Ziel, in zehn Jahren in den Neubau zu ziehen.

Doch was für Faktoren beeinflussen überhaupt die Mobilitätsnutzung des Einzelnen. Dieser Frage ging Markus Hackenfort, Professor für Verkehrs-, Sicherheits- und Umweltpsychologie an der ZHAW Angewandte Psychologie, nach. Er präsentierte Studien zum energieeffizienten und ressourcenschonenden Mobilitätsverhalten. In seinem Referat machte er klar, dass es beispielsweise nicht viel bringe, nur auf den CO2-Ausstoss eines Fahrzeuges hinzuweisen. Denn was diese Zahl bedeute, sei vielen nicht erschliessbar. «Der CO2-Wert muss stärker mit Emotionen gefüllt werden», so Markus Hackenfort. «Das CO2-Konzept muss lebendiger werden.» Dies würden Umfragen zeigen. Er sprach zudem über das voll automatisierte Fahren, das die Attraktivität der Individualmobilität steigern werde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.