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Der Zulauf beim Schwingernachwuchs hält sich in Zug in Grenzen

Der zählbare Nutzen des «Eidgenössischen» in Zug für den kantonalen Schwingerverband ist überschaubar. Der Präsident nimmt es gelassen.
Raphael Biermayr
Jungschwinger liefen während des diesjährigen Esaf in Zug am Festumzug mit.Bild: Urs Flüeler/Keystone (23. August 2019)

Jungschwinger liefen während des diesjährigen Esaf in Zug am Festumzug mit.Bild: Urs Flüeler/Keystone (23. August 2019)

Die Antwort fällt unerwartet aus: «Wir hatten 15 Buben am Schnuppertag. Das sind weniger als nach früheren Eidgenössischen Schwingfesten», sagt Reto Arnold, der Präsident des Zuger Schwingerverbands. Die Frage an ihn lautete, wie sich das Esaf in Zug auf den Zulauf im Nachwuchs ausgewirkt hat. Arnold hat eine Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch: Der Verband hatte im Gegensatz zu den Vorjahren bereits im Vorfeld des Riesenanlasses die Werbetrommel gerührt und war an Schulen präsent gewesen. «Wir haben unseren Sport insgesamt 1200 Kindern nähergebracht», sagt Arnold. Die 16 Eintritte in die Schwingklubs nehmen sich angesichts dieser Zahl klein aus. Zumal 10 davon Kinder im «Piccolo-Alter» sind, also von 4 bis 7 Jahren. «Mal schauen, wie viele dabeibleiben», sagt Reto Arnold gelassen. Er weiss um die wechselhafte Begeisterung der Kinder.

Gelassenheit zeichnet die Schwinger gemeinhin aus und ist auch nach «Eidgenössischen» angebracht. Denn die Esaf-Euphorie flaut schnell ab, das ist im Kanton Zug nicht anders als an anderen Austragungsorten. Geschwungen wird jedoch weiterhin. Dabei können die Organisatoren von Festen oftmals auf jahrzehntewährende Partnerschaften mit lokalen Sponsoren zurückgreifen. «Dem Verband und den Klubs geht es auch ohne das Esaf gut», stellt Reto Arnold klar. Für ihn besteht das Vermächtnis des Grossanlasses deshalb nicht unbedingt im zählbaren Nutzen für die Zuger Schwingszene. Sondern darin, «ein perfektes Fest organisiert zu haben. Auch die meisten Leute, die sich vor dem Fest pessimistisch geäussert hatten, waren begeistert.»

Firmenevent im Schwingkeller

(bier) Im Frauenschwingclub Urschweiz hat das Esaf für eine Premiere gesorgt: Eine Zuger Pharmafirma habe sich im Anschluss an den Grossanlass gemeldet und den Schwingkeller in Goldau für einen Teamevent der Frauen reserviert, sagt Lucia Iten. Die Neuheimerin ist Vizepräsidentin des Klubs. Dieser sucht für die Trainings montags um 19 Uhr stets weitere Teilnehmerinnen. Denn was die Anwerbung neuer Mitglieder anbelangt, habe die Euphorie um das Esaf keine Auswirkungen gehabt. Ob sie zum grossen Publikumsaufkommen am kürzlich durchgeführten «Eidgenössischen» der Frauen (3000 Zuschauer) beitrug? Iten dazu: «Schwierig zu sagen. Vielleicht war der Grund dafür auch die Chilbi im Ort.»

Gleichwohl hofft er natürlich, dass dank des Esaf das Interesse am Schwingsport in der Bevölkerung gewachsen ist und sich in den Besucherzahlen an hiesigen Anlässen niederschlägt. Die Agenda der Saison 2020 weist neben den jährlichen Wettkämpfen (das Kantonalfest wird am 3. Mai in Baar ausgetragen) eine besondere Veranstaltung auf: Der Innerschweizer Nachwuchsschwingertag wird am 28. Juni in Zug bei den Stierenstallungen stattfinden.

Drei Grossereignisse hintereinander

Bevor die nächsten Herausforderungen anstehen, geniesst Reto Arnold (41) die Herbstferien. Nach seiner Wahl an die Spitze des über 2000 Mitglieder starken Zuger Schwingerverbands im Januar 2017 blieb ihm kaum Zeit zur Erholung: Abgesehen vom «Eidgenössischen» gab es anlässlich des 100-jährigen Verbandsbestehens sowie des 100. Kantonalschwingfests besonders viel zu tun. Eine solche Ballung von Grossereignis wird es wohl nie wieder geben.

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