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UKB: Wassen und Erstfeld sammeln Unterschriften

Mit einer Petition wollen die beiden Gemeinden Wassen und Erstfeld die UKB zum Umdenken bringen. Die Filialen in den Gemeinden sollen geöffnet bleiben.
Florian Arnold
Die UKB in Erstfeld soll künftig noch halbtags geöffnet sein. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

Die UKB in Erstfeld soll künftig noch halbtags geöffnet sein. (Bild: Urs Flüeler/Keystone)

In einem offenen Brief an die Regierung und an die Bankleitung der Urner Kantonalbank (UKB) sparen die Gemeinderäte von Erstfeld und Wassen nicht mit pointierter Kritik: «Teurer neuer Hauptsitz – Kahlschlag bei den Geschäftsstellen, Filialen und Zweigstellen», so die Überschrift des offenen Briefs vom Freitag, 17. Mai. Erstfeld und Wassen waren die beiden Gemeinden von sieben, die sich nicht mit der UKB auf einen Kompromiss hatten einigen können, wie vergangene Woche bekannt wurde.

«Sterben auf Raten» befürchtet

Erneut legen die beiden Gemeinden ihre Standpunkte dar. Für sie ist der Kompromiss, die Filiale Erstfeld halbtags geöffnet zu halten und Ende 2021 erneut zu entscheiden, ein «Sterben auf Raten». «Die Gemeinderäte von Wassen und Erstfeld wehren sich gegen diesen faulen Kompromiss und rufen den Bankrat auf, nochmals über die Bücher zu gehen.» Zudem stören sie sich an den hohen Ausgaben für das Bahnhofsgebäude, das die UKB realisieren will.

Nun wollen die beiden Gemeinderäte die Bevölkerung zu Wort kommen lassen. Sie lancieren dazu eine Petition. «Bis jetzt konnten die Urnerinnen und Urner ihre Meinung zur vorgeschlagenen Strategie nicht kundtun», heisst es in der Mitteilung weiter. «Gleichzeitig gehen bei den Gemeinden zahlreiche empörte Rückmeldungen über das Vorgehen der Kantonalbank ein.» Die Forderung in der Petition lautet wörtlich: «Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern, dass die Leitung der UKB auf ihre strategischen Entscheide zurückkommt. Die Filialen in den Gemeinden müssen geöffnet bleiben, und es darf kein Personalabbau stattfinden.»

UKB nimmt inhaltlich keine Stellung

Auf Anfrage unserer Zeitung verweist UKB-CEO Christoph Bugnon auf den guten Prozess, den man mit den Gemeinden und dem Kanton durchlaufen habe. Die Resultate seien auf dem Tisch und zur lancierten Petition der Gemeinden Erstfeld und Wassen möchte die Bankleitung inhaltlich deshalb keine Stellung nehmen. Bankratspräsident Heini Sommer hatte im Rahmen der Medienkonferenz vergangene Woche betont, die Investitionen beim Kantonsbahnhof Altdorf und die neue Vertriebsstrategie stünden in keinem Zusammenhang. Folglich würde ein Verzicht auf den Millionen-Bau nicht bedeuten, dass keine Geschäfts- oder Zweigstellen geschlossen werden müssten – und umgekehrt.

Die Petition dauert bis Ende Juni

Die Petition ist ab sofort auf den Webseiten der Gemeinden Wassen und Erstfeld aufgeschaltet. Der Petitionsbogen kann dort
heruntergeladen, unterschrieben und per Post oder auf elektronischem Weg (Scan) den Gemeinden bis spätestens Ende Juni 2019 zugestellt werden. Petitionsbögen können zudem während den Schalteröffnungszeiten auf den beiden Gemeindekanzleien Wassen und Erstfeld bezogen und dort auch wieder abgegeben werden. Auf Wunsch können Petitionsbögen auch per Post zugestellt werden. Die Petition kann unabhängig von Wohnort, Alter und Nationalität unterschrieben werden.

Den Offenen Brief der Gemeinden gibt es hier:

Offener Brief Wassen Erstfeld.pdf

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