Schattdorf befürwortet Gemeinschaftspraxis

Die Stimmberechtigten sprechen sich mit 66,6 Prozent für ein fremdfinanziertes Darlehen von 1,4 Millionen Franken zu jährlichen Zinskosten von zirka 6000 Franken für eine Gemeinschaftspraxis aus. Diese soll in einer neuen Überbauung realisiert werden.

Philipp Zurfluh
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An der Dorfstrasse 6 in Schattdorf soll eine Überbauung mit 9 Eigentumswohnungen und einer Gemeinschaftspraxis entstehen. (Visualisierung: PD)

An der Dorfstrasse 6 in Schattdorf soll eine Überbauung mit 9 Eigentumswohnungen und einer Gemeinschaftspraxis entstehen. (Visualisierung: PD)

Mit 1037 Ja- zu 520 Nein-Stimmen haben die Schattdorfer einem fremdfinanzierten Darlehen von 1,4 Millionen Franken für die Realisierung einer Gemeinschaftspraxis zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung in Schattdorf zugestimmt. Die Wahlbeteiligung beträgt 39,3 Prozent.

Die Liegenschaft der einstigen Alois Imholz Generalunternehmung AG an der Dorfstrasse 6 wird einer neuen Überbauung weichen. Derzeit stehen die Wohnungen und auch die eins von Post und Bank genutzten Räume leer. Die Einwohnergemeinde Schattdorf hat die Liegenschaft 2014 gekauft. Nun will sie diese an die Brama Immobilien AG und das Architekturbüro Roland C. Müller GmbH veräussern. Diese planen, auf der Liegenschaft ein Mehrfamilienhaus mit neun Dreieinhalb- bis Viereinhalb-Zimmer-Wohnungen zu errichten und im Stockwerkeigentum zu verkaufen.

Schattdorf bezahlt jährliche Zinskosten von 6000 Franken

Der Kapitalbedarf für die Ansiedlung der Gemeinschaftspraxis (Startinvestition) beträgt 2,1 Millionen Franken. Abgedeckt werden soll dies über ein fremdfinanziertes Darlehen von 1,4 Millionen Franken zu jährlichen Zinskosten für die Gemeinde Schattdorf von zirka 6000 Franken an Urs Britschgi. Das Darlehen soll innerhalb von zehn Jahren zurück bezahlt werden. Dazu kommt ein Darlehen von Dritten in der Höhe von 600’000 Franken sowie Aktienkapital von 100’000 Franken. Der Kanton beteiligt sich mit einem paritätischen Beitrag von 700’000 Franken.

Alternative Medizin soll auch Platz haben

In der geplanten Gemeinschaftspraxis im Erdgeschoss soll das gesamte Spektrum der hausärztlichen Versorgung abgedeckt werden. Zusätzlich sollen durch externe Partner die Bereiche Physiotherapie, Diätberatung, Fusspflege und verschiedene Methoden der alternativen Medizin beziehungsweise Naturheilkunde ergänzt werden.