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Jagdverwaltung: So können Rehkitze vor dem Mähtod gerettet werden

Aktuell und in den kommenden Wochen bringen Rehe ihre Jungen zur Welt. In dieser Zeit lauern Gefahren für die Jungtiere. Die kantonale Jagdverwaltung bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Aufgefundene Kitze sollten beispielsweise mit einem Büschel Gras und nicht mit der blossen Hand berührt werden, da sie sonst von der Mutter verstossen werden könnten. (Bild: PD)

Aufgefundene Kitze sollten beispielsweise mit einem Büschel Gras und nicht mit der blossen Hand berührt werden, da sie sonst von der Mutter verstossen werden könnten. (Bild: PD)

(pd/pz) Gemäss Jagdstatistik kommen in der Schweiz jährlich 1500 bis 2000 Rehkitze durch Mähmaschinen ums Leben. Die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen. Rehe setzen ihre Jungtiere – meistens sind es zwei – in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Juli ins hohe Gras. Die Rehkitze sind in den ersten Wochen geruchlos und ducken sich bei Gefahr. «Dieses Verhalten schützt sie in den ersten Lebenswochen gut vor Fressfeinden, jedoch nicht vor den rotierenden Messer der Mähmaschine», schreibt die Jagdverwaltung in einer Mitteilung.

Die Rehe sind in der Lage, den Setzzeitpunkt etwas zu verschieben. Bei nasskalter Witterung und späterer Vegetation verschiebt sich die Setzzeit nach hinten. Auf Wiesen, in denen regelmässig von Anfang Mai bis Mitte Juli Rehgeissen beobachtet werden, ist es wahrscheinlich, dass sich im hohen Gras Rehkitze befinden.

Auffällige Beobachtungen an Fachleute melden

Die Jagdverwaltung Uri bittet die Bevölkerung, sich bei der Wildhut oder den Hegeobmännern in den zuständigen Gebieten (siehe Hinweis) zu melden, wenn sie auffällige Beobachtungen machen. Diese Fachleute beraten die Bevölkerung und bieten Hilfe an.

Als Massnahmen stehen insbesondere die Rehkitzsuche kurz vor und während dem Mähen sowie Vergrämungsaktionen vor dem Mähtag im Vordergrund. «Zum Schutz der Rehkitze empfehlen wir zudem, dass während der Setzzeit Hunde an der Leine geführt werden», erklärt die Jagdverwaltung. Die Wildhut und die Hegeobmänner stehen beratend zur Seite. Die Vermeidung von Tierleid steht dabei im Vordergrund. Nicht zu vergessen ist jedoch auch die Prävention von Vergiftungsfällen beim Vieh aufgrund der Aufnahme von Tierleichenteilen mit der entsprechenden Aufnahme des Heus oder Silofutters.

Die Wildhut und die Hegeobmänner sind auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. «Es geht darum, Tiere vor dem oftmals qualvollen Tod und die beteiligten Personen vor diesem unschönen Anblick zu bewahren», appelliert die Jagdverwaltung an die Urner Bevölkerung.

Bei Beobachtungen sollen folgende Nummern kontaktiert werden:

Seelisberg: 079 226 05 71, 079 334 16 65; Bauen/Seedorf/Isenthal: 079 340 50 37, 079 334 16 65; Attinghausen: 079 691 52 01, 079 449 84 23 Erstfeld: 079 667 97 90, 079 449 84 23; Sisikon/Flüelen/Altdorf: 079 344 79 38 079 277 17 33; Schattdorf/Bürglen: 079 344 79 38, 079 354 82 20; Spiringen/Unterschächen: 079 344 79 38, 079 740 03 85; Silenen/Amsteg/Bristen: 079 691 52 01, 079 227 46 18; Gurtnellen: 079 667 97 90, 079 532 30 01; Wassen: 079 667 97 90, 079 727 12 40; Göschenen: 079 390 44 39, 079 727 12 40; Andermatt/Hospental/Realp: 079 226 30 76, 079 816 95 74, 079 394 31 38.

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