Kommentar

Nein zum Kunstrasen in Altdorf: Die schweigende Mehrheit hat gesprochen

Das Verdikt ist klar: Mit knapp 60 Prozent erteilen die Altdorfer dem Projekt Kunstrasen eine Abfuhr. Mit einer Ablehnung musste gerechnet werden. Bemerkenswert ist allerdings, wie deutlich das Resultat nun ausgefallen ist.

Philipp Zurfluh
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Philipp Zurfluh, Redaktor Urner Zeitung

Philipp Zurfluh, Redaktor Urner Zeitung

Den Leserbriefspalten zufolge hätte das Abstimmungsresultat anders aussehen sollen. Ungewöhnlich viele Stimmbürger gaben ihre Kommentare öffentlich preis, und dies hauptsächlich positiv gesinnt. Womöglich wurde damit über das Ziel hinausgeschossen, und das ständige Wiederholen der Argumente schreckte ab. Die Mehrheit jedoch schwieg. Mit einer kritischen Meinung hätte man in der Öffentlichkeit nur verlieren können. Wer möchte sich schon offiziell Anliegen von Sportvereinen in den Weg stellen.

Vorwerfen muss sich der FC Altdorf nichts. Mit viel Engagement und Hartnäckigkeit hat der Fussballklub die politischen Mittel ausgeschöpft und eine intensive Kampagne geführt. Er konnte viele Menschen und Vereine einspannen.

Mit 48 Prozent war die Wahlbeteiligung aussergewöhnlich hoch. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Demokratie lebt. Es sind Stimmbürger zur Wahlurne gegangen, die ansonsten wenig mit Politik am Hut haben. Nun gilt es an einem Strick zu ziehen. Es muss gemeinsam nach nachhaltigen Lösungen für den wichtigen Altdorfer Verein gesucht werden.