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Stiär Biär: Kleinbrauer stossen auf ein gutes Jahr an

Die Kleinbrauerei mit Sitz in Altdorf konnte 2018 den Umsatz aus dem Bierverkauf deutlich steigern. Zum ersten Mal seit 2014 weist die Jahresrechnung wieder einen Gewinn aus. Bald werden neu kreierte Sorten auf den Markt gebracht.
Urs Hanhart
Sie blicken optimistisch in die Zukunft; von links: Braumeister René Tran, Geschäftsführer Urs Wagner, Verwaltungsratspräsident Max Herger und Cornel Betschart, neues Verwaltungsratsmitglied. (Bild: Urs Hanhart, Seedorf, 1. Juni 2019)

Sie blicken optimistisch in die Zukunft; von links: Braumeister René Tran, Geschäftsführer Urs Wagner, Verwaltungsratspräsident Max Herger und Cornel Betschart, neues Verwaltungsratsmitglied. (Bild: Urs Hanhart, Seedorf, 1. Juni 2019)

An der 10. Generalversammlung der Stiär Biär AG, die am Samstag, 1. Juni, im Beisein von 169 Aktionären in Seedorf abgehalten wurde, versprühten die Verantwortlichen viel Zuversicht im Hinblick auf die Zukunft.

Zunächst liess Verwaltungsratsmitglied Rolf Bissig jedoch das Jahr 2018 Revue passieren. Er sprach von einem Jahr mit vielen Hochs und Tiefs. Trotzdem sei es dem Team von Geschäftsführer Urs Wagner gelungen, eine Absatz- und auch Umsatzsteigerung zu erzielen, und zwar dank Grossaufträgen, der Akquirierung von neuen Kunden, darunter das Hotel Radisson in Andermatt, und der Vergrösserung des Betriebsnetzes.

Zurück in den schwarzen Zahlen

Konkret konnte der Umsatz aus dem Bierverkauf gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent gesteigert werden. Dazu beigetragen haben gemäss Bissig diverse Veranstaltungen wie die Luga, das Bierschiff, der Biermarkt, die Bierwanderungen, die Wirtschafts- und Erlebnismesse Uri 18, das Oktoberfest und das eigene Public Viewing während der Fussball-WM. Als «riesiges Highlight» bezeichnete Bissig die vorgenommene Aktienkapitalerhöhung um 307'500 auf rund 1.4 Millionen Franken. Insgesamt sind 615 neue Namensaktien gezeichnet worden. Das zusätzliche Geld wurde für die Anschaffung neuer Gerätschaften und als Ausgleich von bereits getätigten Investitionen eingesetzt.

Die Jahresrechnung 2018 weist nach mehreren Jahren mit Verlusten erstmals seit 2014 wieder einen Gewinn aus. Dieser beläuft sich auf 14'580 Franken. Im Vorjahr hatte ein Verlust von 9500 Franken resultiert. Das gute Ergebnis sei einerseits auf eine Ertragssteigerung zurückzuführen sowie anderseits auf eine Reduktion der Personalkosten und eine leichte Verminderung der Betriebskosten, erklärte Verwaltungsratspräsident Max Herger. Im Mehrjahresvergleich sei ein deutlicher positiver Trend feststellbar. Nebst dem Umsatz seien auch der Bruttogewinn und die Bruttogewinnmarge erheblich gesteigert worden. Trotzdem gab Herger zu bedenken:

«Der Biermarkt ist nach wie vor hart umkämpft. Der Konkurrenzkampf wird immer grösser. Deshalb sind wir bestrebt, die Produktion, die Verwaltung und den Marketingbereich weiter zu optimieren. Effizienz und Kosteneinsparungen sind gefragt.»

Mit Blick in die Zukunft schlug der Präsident optimistische Töne an: «Wir sind auf allen Ebenen stabil unterwegs. Die Auftragslage stimmt uns positiv. Wir dürfen uns bereits über mehrere Grossaufträge freuen.» Das neu organisierte, verjüngte Team setze alles daran, die Kleinbrauerei mit Herzblut weiter in die schwarzen Zahlen zu führen.

Der Geschäftsbericht 2018, bestehend aus Jahresbericht und Jahresrechnung, wurde von den Versammelten grossmehrheitlich genehmigt. Zudem wurde dem Verwaltungsrat und der Geschäftsführung Entlastung erteilt. Neu in den Verwaltungsrat wählten die Aktionäre Cornel Betschart aus Schattdorf. Er ersetzt Fritz Engler, der seine Demission eingereicht hatte. Für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt wurden Verwaltungsratspräsident Max Herger sowie die bisherigen Verwaltungsräte Peter Imholz, Rolf Bissig und Thomas Gisler.

Preisanpassung aufgrund gestiegener Rohstoffpreise

Seit anfangs 2019 zeichnet René Tran als Braumeister verantwortlich. «Er ist sehr innovativ und wird uns bestimmt weiterbringen», gab sich Geschäftsführer Urs Wagner überzeugt. Momentan sei man daran, ein neues Bier auf den Markt zu bringen. Dieses soll im Rahmen des Oktoberfestes im September in Altdorf lanciert werden. Bereits in den nächsten Wochen neu auf den Markt kommen soll ein naturtrübes Panaché. Im anschliessenden gemütlichen Teil der Jubiläums-GV konnten die Aktionäre die neue Gerstensaftvariante schon mal degustieren. Auf den 1. Juli muss eine leichte Preisanpassung vorgenommen werden. «Das Bier wird etwas teurer. Dies deshalb, weil durch den heissen Sommer 2018 die Rohstoffpreise gestiegen sind», erklärte Wagner.

Vom 18. bis 21. Juli tritt Stiär Biär beim Klewenalp-Festival als Veranstalter auf. Darüber hinaus zeichnet die Kleinbrauerei mit Sitz in Altdorf bei diversen Events als Bierlieferantin verantwortlich, so etwa beim Feuerwerk in Flüelen, beim Festival Alpentöne in Altdorf und beim Oktoberfest im Urner Hauptort. Zudem darf Stiär Biär im nächsten Jahr das Freilichttheater Madrano in Bristen mit Gerstensaft beliefern. «Es ist einiges am Tun. Wir haben viel bewegt in den letzten Jahren. Aber bewegen allein reicht nicht. Wir setzen alles daran, Stiär Biär zum Fliegen zu bringen», versprach Wagner.

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