«Vergleichbar mit Burglind»: Meteorologe erwartet stürmische Nacht mit Temperatursturz und Sturmböen

Eine stürmische Westwindlage sorgt seit dem Wochenende für Turbulenzen. Doch es geht noch windiger: Der Höhepunkt der Sturmphase wird in der Nacht auf Dienstag erreicht.

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Velos sollte man am besten irgendwo unterstellen.

Velos sollte man am besten irgendwo unterstellen.

Nadia Schärli / Luzerner Zeitung

(dpo/fmü) Die Zentralschweiz hat eine stürmische Nacht hinter sich. Auf dem Pilatus wurden in der Nacht auf Montag Böen von 146 km/h gemessen. Auch im Flachland war es windig: So gab es in Egolzwil Böen von 85 km/h.

Die neue Woche begann an vielen Orten trüb und nass, die Schneefallgrenze bleibt auf 2000 Meter. Im Flachland weht starker Südwestwind mit Böen von 60 bis 80 km/h, auf den Bergen tobt ein Weststurm – in exponierten Gipfel- und Kammlagen kommt es gar zu Orkanböen.

Höhepunkt in der Nacht auf Dienstag

Doch in der Nacht auf Dienstag erfasst die Schweiz eine massive Kaltfront, die für einen Temperatursturz sorgt. Grund zur Sorge bereitet laut «MeteoNews» der Wind. Bei Durchzug der Front muss verbreitet mit Sturmböen von über 100 km/h gerechnet werden. Die Gefahr von Sturmschäden ist hoch:

Der Höhepunkt des Sturms wird laut SRF Meteo am frühen Dienstagmorgen zwischen 2 und 8 Uhr erreicht. Es können Bäume entwurzelt und Anhänger oder grössere Fahrzeuge umgeweht werden. Gemäss Roger Perret von Meteonews komme es neben dem stürmischen Wind zu starkem Regen, Blitz und Donner. Der Sturm sei vergleichbar mit «Burglind», die Randfaktoren seien dieselben. Der Sturm führte vor zwei Jahren zu riesigen Schäden in der Schweiz.

Massnahmen zur Vorbereitung gegen den Sturm könne man laut Perret nicht viele treffen. Lose Gegenstände sollten festgemacht oder ins Trockene gestellt werden. Draussen ist Vorsicht geboten, denn von Dächern fallende Ziegel oder umfallende Bäume sind möglich. Es könnte auch zu Strassensperrungen kommen.

Woche wird wechselhaft

Laut SRF Meteo sind am Dienstag Schneeschauer bis ins Flachland möglich. Entlang der Berge schneit es bis zum Mittwochmorgen immer wieder. In der zweiten Wochenhälfte zeigt sich das Wetter dann vergleichsweise ruhig und hochdruckbestimmt. Im Flachland steigen die Temperaturen nur langsam an, in den Bergen wird es dagegen wieder rasch milder.

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