Nachfrage nach Spitex Dienstleistungen explodierte im Sommer in Obwalden

Die Pflegesituationen werden komplexer, Schwankungen können grösser werden und kommen unverblümt. Doch die Spitex Obwalden ist gut gerüstet für die Zukunft.

Birgit Scheidegger
Drucken
Teilen

«Ich habe den Begriff demografischer Wandel in meinem Jahresbericht aufgenommen», erklärte Präsident Hans Wallimann an der 13. Mitgliederversammlung der Spitex Obwalden. «Gemeint ist damit die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung. Die Menschen werden älter, bleiben aber weitgehen gesund.»

Dies habe Auswirkungen für die Spitex-Pflegesituationen. Sie werden komplexer. Doch genau diese Veränderung heisst auch neue Herausforderungen. Überall für alle heisst das Markenversprechen der Spitex Obwalden. Nach einigen Jahren mit nahezu gleichbleibenden Einsatzstunden stieg die Nachfrage im letzten Jahr, erreichte im Juli und August eine Explosion und zum ersten Mal in der Geschichte wurde die 4000er-Marke überschritten. Im letzten Jahr waren die Mitarbeiter der Spitex Obwalden während 11300 Stunden auf den verschiedensten Wegen und den unterschiedlichsten Strassenverhältnissen zu ihren Kunden unterwegs. Gesamt wurden dabei 319800 Kilometer zurückgelegt, 69147 Besuche durchgeführt und 45894 Stunden abgerechnet. Die verrechneten Stunden stiegen damit um 6,49 Prozent. Damit die Mitarbeiter der Spitex Obwalden stets gut gerüstet sind, wurden Workshops durchgeführt. Dabei sollten Erfahrungen aus der Vergangenheit positiv in die Zukunft einfliessen, damit so ein gemeinsames Zukunftsbild entsteht – nach dem Jahresmotto verbindend. «Die Spitex Obwalden durfte im letzten Jahr den Obwaldner Wundpreis entgegennehmen», betonte Hans Wallimann. «Dies zeugt von einer guten, interdisziplinären Wundversorgung».

Mit einem guten Ergebnis zeigt sich auch die Jahresrechnung, die mit dem Ertragsergebnis von 5,22 Millionen Franken um 307000 Franken besser abschliesst als im Vorjahr. Der Aufwand betrug 5,217 Millionen Franken. Das Eigenkapital beläuft sich auf 143517 Franken.

Mitgliederbeiträge bleiben auf aktuellem Niveau

Die Mitgliederbeiträge in Höhe von 30 Franken für Einzelpersonen und Familien sowie 100 Franken für Kollektivmitglieder werden auch im 2020 nicht erhöht. Wiedergewählt wurde die Revisionsstelle BDO für eine weitere Amtsdauer. Landammann Christoph Amstad überbrachte Grüsse und Dankesworte vom Regierungsrat und betonte, dass ihm das Wort Verbindungen beim Durchblättern des Jahresberichtes speziell ins Auge gestochen sei. «Verbindungen sind Berührungspunkte, die uns zusammenbringen und nicht selbstverständlich sind. Man muss sich dafür einsetzen. Die Spitex Obwalden ist ein gutes Beispiel dafür, sie ist engagiert, um die Verbindung zu den Menschen aufrecht zu erhalten.» Amstad dankte für diese wertvolle Arbeit.

Dankesworte an die Mitarbeiter kamen auch vom Lungerer Gemeinderat Martin Gasser sowie vom Spitex-Präsidenten Hans Wallimann. Er wies am Schluss auf den Ausflug für pflegende Angehörige hin, der dieses Jahr am 3. September stattfinden wird.