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Der neue Winnetou kommt in Engelberg etwas schlanker daher

Das berühmteste Blutsbrüderpaar der Geschichte kämpft im 3. Jahr der Karl May Freilichtspiele gegen einen Revolvermann. Hauptdarsteller und Regisseur sind im Stück «Der Ölprinz» dieselben wie in den Vorjahren. Das Konzept wurde jedoch angepasst.
Roger Rüegger
Regisseur Jean Grädel (vorne) mit dem Ölprinzen Philipp Lüscher (links), Winnetou Tom Volkers (3. von rechts) und einem Teil der Schauspieler bei der Pressekonferenz. (Bild: Philipp Schmidli, Ebikon, 21. März 2019).

Regisseur Jean Grädel (vorne) mit dem Ölprinzen Philipp Lüscher (links), Winnetou Tom Volkers (3. von rechts) und einem Teil der Schauspieler bei der Pressekonferenz. (Bild: Philipp Schmidli, Ebikon, 21. März 2019).

Der Schauplatz für die Präsentation des Stücks «Winnetou und der Ölprinz» hätte nicht passender sein können. Darsteller, Regisseur, Schauspieler sowie Medienleute trafen sich in der Halle des Kulissenbauers Bill Schwyzer in Ebikon. Er ist der Mann, der die Westernstadt und die Gebäude der Karl May Freilichtspiele in Engelberg baut.

Die Gesellschaft sass an runden Tischen vor einem Tresen, wie man ihn in Saloon-Szenen in Western kennt. An der Wand hinter der Bar ist ein Elchgeweih angebracht, an der Mauer gegenüber prangt ein Bisonkopf neben einer Südstaatenflagge.

Ein Western-Krimi mit Gentleman-Bösewicht

Auf der Veranda des «Gunsmith»-Gebäudes sitzt Regisseur Jean Grädel neben Winnetou-Darsteller und Produktionsleiter Tom Volkers. Grädel hält eine Winchester in den Händen. Das passt hier gut, denn schliesslich stellt er den anwesenden Männern, Frauen und Kindern einen Western vor. «Es ist mehr als das. Wir führen einen Western-Krimi mit einem Gentleman-Bösewicht vor. Mit Philipp Lüscher haben wir die ideale Besetzung gefunden für den Ölprinzen. Man sieht ihm den Bösewicht an, nicht?», fragt er in die Runde.

Premiere des Stücks ist am 6. Juli 2019. Tom Volkers, der das neue Buch zu «Winnetou und der Ölprinz» geschrieben hat, betont: «Es wird eine Welt-Uraufführung, da die Geschichte nirgendwo so gezeigt wurde.»

In den ersten beiden Jahren haben in Engelberg über 43 000 Leute «Winnetou I» und «Winnetou II» besucht. Wobei im zweiten Jahr mit 19 000 Besuchern 5000 weniger als bei der ersten Produktion im Jahr 2017 kamen.

Winnetou wird daher schlanker daherkommen. So stehen dem Publikum nicht mehr 2000, sondern nur noch 1500 gedeckte Sitzplätze zur Verfügung. Auch das Budget ist mit 1,5 Millionen Franken kleiner. Zuvor betrug es laut dem Marketingverantwortlichen Florian Niffeler 1,85 Millionen Franken. Die Zahl der Vorführungen wird ebenfalls heruntergefahren. Heuer sind es 20. In den ersten beiden Jahren bekämpften sich Cowboys und Indianer an 33 Spieltagen.

Zur Geschichte: In Arizona treibt im Jahr 1862 ein skrupelloser Revolvermann ein Spiel mit Petroleum. Es ist der Ölprinz. Mit Hilfe einer berüchtigten Bande, will er dem Bankier Rollins eine dubiose Ölquelle gegen einen Haufen Geld überlassen.

ARD-Schauspieler und eine «Acapickel»

Ein Fall für zwei: Winnetou und Old Shatterhand nehmen sich der Sache an. Letzterer wird gespielt von Richard Bucher. Man kennt ihn unter anderem aus der ARD-Serie «Verbotene Liebe». Als Rosalie Ebersbach wurde Jasmin Clamor engagiert. Die ehemalige «Acapickel» spielt eine Deutsche, die mit ihrem Mann mit einem Auswanderer-Treck durch Arizona zieht. «Eigentlich wurde ich als Goldene Sonne gecastet. Aber nun spielt die Rolle eine jüngere Frau, nämlich Sandra Sieber», sagt sie scherzhaft – und erklärt, dass man für diese Rolle gut reiten können müsse, was sie nicht könne, Sieber dafür umso besser. Weiter führt sie aus: «Die Ebersbach ist eine resolute Frau, diese Rolle passt besser zu mir.»

Lachend fordert sie den Journalisten auf: «Schreib, das darf man wissen!» Apropos Rollen. Neben 13 Profis, 10 Komparsen und 15 Pferden spielen 50 Statisten mit. Solche werden noch gesucht. «Mindestens 20 Männer ab 17 Jahren», sagt Regisseur Grädel.

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