«La donna è mobile»: Spiel mit Original in Stansstad

Am kommenden Samstag startet eine Kunstausstellung der Einheimischen Carmen Annen in der Sust.

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Solche Gemälde werden zu sehen sein. (Bild: PD)

Solche Gemälde werden zu sehen sein. (Bild: PD)

In der Ausstellung in der Sust nimmt das Frauenporträt einen wichtigen Platz ein, aber nicht einfach als Abbild von schönen Frauen, sondern als Spiel mit der Erwartungshaltung des Betrachters. Die Stansstaderin Carmen Annen lässt sich von Porträts von Kandinksy, Picasso, Warhol und Jawelinsky inspirieren und schafft auf diese Weise neue Bilder, welche den Betrachter herausfordern.

Die Künstlerin vergleicht sich gerne mit einer Opernregisseurin, die ein bekanntes Werk auf der Bühne durch ihre Inszenierung neu gewichtet. Der Besucher soll sich in der Sust-Ausstellung die Frage stellen, ob hinter den Blicken der Frauen die Absicht zur Täuschung steckt.

Bei ihren kunstvollen Metamorphosen kommt Carmen Annen ihre Leidenschaft für die Streifentechnik zugut. Die Künstlerin bezeichnet sich nicht als Malerin, sondern als Gestalterin, denn das Zeichnen respektive der Malvorgang findet bei ihr mit der Anordnung von Streifen statt.

Auch die vielen Aktbilder und die Collagen im Dachstock wurden in der Streifentechnik hergestellt. Die Streifen sind mit Textstellen und Fotos aus Zeitungen bedeckt, welche die kleinformatigen Bilder gleich in einem doppelten Sinn sprechen lassen: durch die dargestellte Form und durch die begleitenden Texte. (pd/rub)

Hinweis

Vernissage: Samstag, 23. März, 17 bis 19 Uhr. Öffnungszeiten: An Samstagen 14 bis 17 Uhr, an Sonntagen 11 bis 17 Uhr, an Donnerstagen 17 bis 19 Uhr. Am 7. April signiert Bruno Annen den Katalog «Gedichte» mit Texten zu Werken von Carmen Annen.