Hier entsteht die Iheimisch

Am Donnerstag startet die Iheimisch: Zurzeit zieht es statt Besucher Sattelschlepper, Gabelstapler und Traktoren auf den Flugplatz. Der Zivilschutz Nidwalden schafft die Infrastruktur, die für den Grossanlass nötig ist.

Simon Mathis
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Über vier Wochen lang arbeitet der Zivilschutz Nidwalden für die Iheimisch auf dem Flugplatz Buochs. Beim Aufstellen der Zelte kommt auch eine Hebebühne zum Einsatz.(Bild: Manuela Jans-Koch, Buochs, 22. Mai 2019)

Über vier Wochen lang arbeitet der Zivilschutz Nidwalden für die Iheimisch auf dem Flugplatz Buochs. Beim Aufstellen der Zelte kommt auch eine Hebebühne zum Einsatz.(Bild: Manuela Jans-Koch, Buochs, 22. Mai 2019)

Zwei Gabelstapler kreuzen sich piepsend im Rückwärtsgang, während im Hintergrund ein Flugzeug abhebt. Zivilschützer laufen geschäftig über den Platz, diverse Velos kurven auf dem Flugplatz Buochs bei der Fadenbrücke neben der Pilatushalle herum. Sattelschlepper, Traktoren und Autos bringen diverse Materialien auf das 28000 Quadratmeter grosse Areal, auf dem zurzeit die Iheimisch im Entstehen begriffen ist.

Die Bauarbeiten begannen bereits am 6. Mai, am vergangenen Mittwoch waren die Zelte schon fast bezugsbereit. Die ersten Aussteller waren denn auch vor Ort, um ihre Stände aufzubauen. Daneben wirken gut 30 Zivilschützer auf dem Platz; sie messen, sägen, schrauben, mauern und hieven eifrig. Dreieinhalb Wochen lang ist der Zivilschutz Nidwalden vor Ort, und für den Abbau dann noch einmal acht Tage.

Von der grünen Wiese zur Riesenausstellung

«Wir haben buchstäblich auf der grünen Wiese mit den Aufbauarbeiten angefangen», erzählt Ivan Zumbühl, der bei der Iheimisch die Kommunikation verantwortet. Die grösste Herausforderung sei es, während dem Aufbau die unterschiedlichen Gruppen zu koordinieren, damit sich niemand in die Quere komme.

Ausstellungszelte gibt es sieben, hinzu kommt das Kinderzelt, die doppelstöckige Bar, ein Holz-Chalet und die Gastrozone «Härdplättli», an der noch ein weiteres Gastrozelt anschliesst. Das Heranschaffen der Zeltteile war ein Kraftakt: Sie beanspruchten 40 Fahrten mit dem Sattelschlepper. Besonders grosse Ausstellungsstücke – etwa ein Boot – werden mit einem Kran ins Zelt gestellt. Die Infrastruktur mitsamt Gastrobereich sollen bis Freitag abgeschlossen sein. Am Montag geht es dann richtig los mit dem Aufbau der Aussteller. Dieser dauert bis direkt zur Eröffnung der Iheimisch am Donnerstag.

«Wir leben im Paradies»

Ein Auftritt an der Iheimisch will wohl durchdacht sein. Die Verantwortlichen von Nidwalden Tourismus etwa planen schon seit einem Jahr. Kein Wunder: An der Iheimisch 2019 koordiniert der Verein alle übrigen touristischen Organisationen und bringt sie unter ein Dach – nämlich dasjenige der Natur- und Erlebniswelt. Sogar der Härzlisee vom Brunni wurde symbolisch nach Buochs verfrachtet. Das Motto von Nidwalden Tourismus lautet: «Wir leben im Paradies – da, wo andere Ferien machen. Jetzt machen auch wir hier Ferien».

Ein Konzept zu erarbeiten sei vergleichsweise einfach gewesen. «Schwieriger ist es, die Bedürfnisse aller Mitaussteller unter einen Hut zu bringen», sagt Christina Bucher. «Jeder stellt sich etwas anderes vor. Aber dass wir alle an einem Strick ziehen, ist eine Riesenchance.» Das Wichtigste sei, dass sich die Besucher in ihrem Zelt wohlfühlen.