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Mehrwert durch Kräftebündelung – Krebsligen Zug und Zentralschweiz fusionieren

Die Krebsliga Zug fusioniert mit der Krebsliga Zentralschweiz. Dadurch werden Kosten gesenkt und beide Organisationen profitieren von den gegenseitigen Angeboten und Dienstleistungen.
Cornelia Bisch

«Wir sind für die Patienten und ihre Familien da», betont Ruedi Leuppi, Präsident der Krebsliga Zug. «Wenn wir die Menschen richtig betreuen, ihnen zuhören und helfen wollen, braucht das viel Zeit.» Zeit, die sich die Mitarbeiter der Krebsliga gerne nehmen. Beratung ist ihre Kernaufgabe. Mehr und mehr kümmern sie sich auch um rechtliche Auskünfte und leisten in Notsituationen finanzielle Unterstützung. «Der Aufwand wird immer grösser, denn in Spitälern und Arztpraxen haben die Fachleute oft zu wenig Zeit für die Patienten», stellt Leuppi fest.

Um künftig mehr Ressourcen für Patienten und ihre Angehörigen zur Verfügung zu haben, jedoch den Aufwand für Administration, Miete und Organisationsstrukturen zu minimieren, haben die Krebsliga Zug und die Krebsliga Zentralschweiz mit den Kantonen Luzern, Schwyz, Nid- und Obwalden die Fusion beschlossen. «Nicht weil wir müssen, sondern weil wir wollen», so Leuppi. Für beide Seiten sei dies ein Gewinn, erklärt Yasmina Petermann, Stellenleiterin der Krebsliga Zentralschweiz. Man werde die Kräfte bündeln.

«Wir profitieren von der langjährigen Präventions- und Informationsarbeit der Liga Zug, die wir künftig für die ganze Zentralschweiz übernehmen wollen.» Zug hingegen bekomme Zugang zu den Diensten der Zentralschweizer Liga. «Das Angebot des mobilen Pflegebettes zum Beispiel, welches die Pflege eines Patienten zu Hause erheblich erleichtert », führt Petermann aus. Weiter dürften die Zuger Patienten künftig auch die sozialpädagogische Familienbegleitung nützen und hätten Zugang zu den 18 Selbsthilfe- und Austauschgruppen. Die fusionierte Organisation wird von Roland Sperb präsidiert.

Jeder Dritte kommt mit Krebs in Berührung

In der Zentralschweiz wurden im letzten Jahr 680 Patienten und 300 Angehörige langfristig betreut. In Zug waren es 60 Patienten und 25 Angehörige. «Wichtig ist uns, dass die Beratungsstelle in Zug erhalten bleibt», so Ruedi Leuppi. Die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen seien fachlich hervorragend ausgebildet. «Für die Zuger Bevölkerung ändert sich also nichts.» Die Fusion werde vom Dachverband unterstützt, stellt Petermann fest. «Damit ist die Krebsliga Zentralschweiz die drittgrösste Liga der Schweiz.» Die überregionale Zusammenarbeit werde immer wichtiger. Die Dachorganisation Krebsliga Schweiz führe eine zentrale Patientendatenbank und schweizweite Statistiken. Sämtliches Infomaterial stehe allen Unterorganisationen zur Verfügung, so Petermann.

«Mit der demografischen Entwicklung und angesichts der Tatsache, dass die Menschen ein immer höheres Alter erreichen, nehmen auch die Krebsfälle zu.» Ungefähr jeder Dritte in der Schweiz komme einmal in seinem Leben mit der Krankheit in Berührung. Auch die Komplexität der Fälle nehme zu, ergänzt Leuppi. «Oft sind Arbeitslosigkeit und Armut die Folgen einer Krebserkrankung. » Diese zögen oft langwierige Therapien nach sich, die manchmal Jahre andauern würden. Arbeitgebern sei dies oft nicht bewusst, und sie hätten falsche Erwartungen an die Patienten. «Das ist nicht wie bei einem Beinbruch, wo man nach ein paar Wochen Ruhe rasch wieder voll einsatzfähig ist.» Hier nehme die Krebsliga eine Informations- und Vermittlungspflicht wahr.

Kostenlos und unbürokratisch

Sämtliche Dienstleistungen der Krebsliga sind für die Betroffenen kostenlos. «Wir sind auf Spenden angewiesen», stellt Petermann klar. Rund 85 Prozent der Einnahmen werden auf diese Weise generiert. Nur zirka 15 Prozent der Kosten werden durch Beiträge von Bund und Kantonen gedeckt. «Das gibt uns aber auch wertvolle Freiheiten. Wir können die Administration flach halten und in einer Notlage rasch und effizient helfen.»

Hinweis: Öffentlicher Fusionsanlass mit Fachleuten, Betroffenen und Special Guest Eliane am Donnerstag, 13. Juni, 19.30 Uhr, Parkhotel Zug, Eintritt frei.

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