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Vor Osterwochenende: Nur wenig Verkehr am Gotthard Richtung Süden

An Ostern gibt es traditionell viel Stau am Gotthard. Nicht so dieses Jahr: Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele dem vom Virus gebeutelten Kanton Tessin fern.

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(urh) Wer mit dem Auto über das Osterwochenende ins Tessin fährt, muss zwar nicht mit einem stundenlangen Stau rechnen, aber mit einem Gespräch mit der Polizei. Dies hat vor dem Gotthardtunnel in Göschenen einen Kontrollplatz eingerichtet, um dort Reisende über die Corona-Situation im Südkanton aufzuklären und sie zu einer Umkehr zu bewegen.

«Wenn Sie den Kanton Tessin lieben, bleiben Sie jetzt zu Hause», lautete der Appell, den die Tessiner und Urner Polizeikorps am Dienstag im Rahmen einer Medienkonferenz an die Schweizer Bevölkerung richteten. Es sei eine Frage der Solidarität, über Ostern nicht in die von der Pandemie besonders stark betroffene Sonnenstube zu fahren.

Keine Blechlawine: So frappierend ist der Unterschied vor dem Gotthard zum letzten Jahr

Vor einem Jahr staute sich eine Blechlawine am Gotthard. (Bild: Alexandra Wey / Keystone)

Diese Botschaft schien zumindest am frühen Nachmittag des Gründonnerstags angekommen zu sein. Auf der A2 gegen Süden herrschte nur ganz wenig Verkehr. Zwischendurch fuhren minutenlang nur Sattelschlepper Richtung Gotthard-Nordportal. Bei den meisten Automobilisten, die in Göschenen kontrolliert wurden, handelte es sich entweder um Tessiner oder Italiener, die nach einem kurzen Gespräch mit der Polizei gleich wieder weiterfuhren. Autos mit Deutschschweizer Nummernschildern waren nur sporadisch zu sehen. Zwischen zirka 13.30 und 14.30 Uhr gab es kein einziges Auto zu sehen, das wieder umkehrte.