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Bei den Allmend-Hochhäusern löst sich eine Store – Teile davon krachen rund 70 Meter in die Tiefe

Der Föhnsturm vom Donnerstagabend sorgte auf der Luzerner Allmend bei einer Bewohnerin für einen kurzen Schock: Eine Store flatterte an der Aussenfassade des Hochhauses. Mehrere Teile lösten sich – und fielen von einem der obersten Stockwerke in die Tiefe.
Stefanie Geske
Die schwarze Store flatterte zuerst im Wind... bevor sich Teile davon lösten und zu Boden fielen. (Screenshot: Leservideo Zuzana Ecker, Luzern, 25. April 2019)

Die schwarze Store flatterte zuerst im Wind... bevor sich Teile davon lösten und zu Boden fielen. (Screenshot: Leservideo Zuzana Ecker, Luzern, 25. April 2019)

An einem der Luzerner Allmend-Hochhäuser hat sich am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr eine Store durch den starken Wind gelöst. Die Hochhaus-Bewohnerin Zuzana Ecker, welche im Wohnturm nebenan wohnt, war gerade in ihrem Wohnzimmer und genoss beim Bügeln die wunderschöne Aussicht auf die Berge. «Plötzlich fiel mir die flatternde Store auf», erzählt Ecker. Die schwarze Store wedelte sehr stark im Wind. «Es sind sogar mehrere Teile runtergefallen.» Das ist auch in folgendem Video zu sehen:

Ihr erster Gedanke: «Sowas ist gefährlich! Die herabfallenden Stücke könnten jemanden verletzen.» Die Hochhaus-Bewohnerin rief sofort die Polizeizentrale an und schilderte das Ereignis. Die Beamten waren rasch vor Ort.

Für Zuzana Ecker ist dieser Vorfall unüblich. «Normalerweise fahren automatisch alle Rollos hoch, wenn es draussen windet», sagt Ecker. In den zwei Türmen sei eigentlich immer alles gut gesichert. «Aber auch die Technik kann mal spinnen», so Ecker weiter.

Defekte Windsensoren

Gemäss Marlise Widmer von der Wincasa, welche die beiden Hochhäuser verwaltet, wurde die kaputte Sonnenstore noch am selben Abend umgehend demontiert. «Die Hochhäuser sind mit Windsensoren ausgestattet und die Storen werden bei Sturm grundsätzlich automatisch hochgefahren und blockiert», so Widmer weiter. Das hat am Donnerstagabend nicht funktioniert. Deshalb fiel die Store dem starken Föhn zum Opfer.

Falls die Mieter Kenntnis davon haben, dass eine Store beschädigt ist und nicht einwandfrei funktioniert, sind sie angewiesen, dies umgehend der Verwaltung zu melden, so dass der Schaden repariert werden kann. «Die Kosten können wir zurzeit noch nicht beziffern», so Widmer weiter.

Ob jemand von den herabfallenden Storen-Teilen getroffen oder verletzt wurde, ist gemäss Luzerner Polizei nicht bekannt. Generell gilt: Die Polizei ist nicht in jedem Fall zu alarmieren, wenn es ein Problem mit Storen gibt: «Es kommt immer auf die Situation an: Besteht eine Gefahr, welche nicht selber behoben werden kann, sollte man dies der Polizei melden», so Mediensprecher Urs Wigger auf Anfrage unserer Zeitung.

Bei der Gebäudeversicherung Luzern war die zuständige Person am Freitag nicht erreichbar. Auf der Webseite ist jedoch zu entnehmen: «Hauseigentümer und Mieter sind dafür verantwortlich, bei voraussehbaren Unwettern Schäden an Sonnenstoren und Schattenspendern mit geeigneten Massnahmen zu verhindern.» Die Gebäudeversicherung Luzern empfiehlt: Sonnenstoren beim Verlassen des Hauses und nach Sonnenuntergang immer vollständig einziehen. Wind- und Sonnenwächter sollten bei angekündigtem Sturm, im Winter oder bei längeren Abwesenheiten ausgeschaltet werden. Sonnenstoren dürfen niemals als Regendach benutzt werden.

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