Tote Fische illegal in der Rot in Ettiswil entsorgt

Am Wochenende haben Unbekannte rund 40 tote Zuchtfische in die Rot in Ettiswil gebracht. Die Luzerner Polizei sucht nun die Verursacher, denn das Entsorgen toter Fische in öffentlichen Gewässern ist verboten und strafbar.

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(pd/spe) In der Zeit von Samstag auf Sonntag haben Unbekannte rund 40 tote Regenbogenforellen in der Rot im Naturlehrgebiet Buchwald in Ettiswil entsorgt. Dies ist illegal. Die Polizei gehe davon aus, dass die Fische aus einer privaten Zucht stammen würden und in dieser zuvor auch verendet seien, heisst es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft Luzern vom Montag. 

In Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Fischereiaufseher wurden die toten Fische aus der Rot geborgen und entsorgt. «Ein solcher Fall ist schon eher selten», sagt Thomas Küng, Fischereiaufseher des Kantons Luzern. Dies sei der dritte Fall innerhalb der letzten sechs Jahre und jener mit dem grössten Ausmass.

Bei den Regenbogenforellen handelt es sich um eine landesfremde Art, die in der Natur in der Schweiz nicht vorkommt. Es gebe eine Liste mit gemeldeten Fischzucht-Betrieben, erklärt Küng. Doch: «Eine Bewilligung vom Bund entfällt, wenn die Fische in einer geschlossenen Anlage gehalten werden. Private Fischzuchtanlagen müssen beim kantonalen Veterinäramt und der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) gemeldet sein», führt Küng weiter aus. «Wenn die Entwässerung in einen Bach oder ein anderes öffentliches Gewässer erfolgt, muss zwingend eine Einleitbewilligung bei der Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) eingeholt werden.» Wenn jemand die Fische aber im privaten Gartenteich hält, haben die Behörden nicht zwingend Kenntnis davon.

Die Entsorgung von toten Fischen in öffentlichen Gewässern ist verboten. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt sie unter der Telefonnummer 041 248 81 17 entgegen.