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Thailändischer König auf Velotour in Zentralschweiz – Rothenburger Wirt bedient seine Entourage

Trubel in Rothenburg: Offenbar ist der thailändische König am Freitag mit seiner Frau und Bediensteten mit dem Velo zum Restaurant Kreuz Bertiswil gefahren. Dafür wurde sogar das Lokal umgestellt, dort gegessen hat der König aber nicht.
Christian Glaus
Armin Burkart und seine Tochter Raphaela im Saal, den die Thais gebucht haben. (Bild: Philipp Schmidli, Rothenburg, 16. Juni 2019)

Armin Burkart und seine Tochter Raphaela im Saal, den die Thais gebucht haben. (Bild: Philipp Schmidli, Rothenburg, 16. Juni 2019)

«Wie im falschen Film» fühlte sich der Rothenburger Markus Wirz am vergangenen Freitag. Er wohnt gegenüber dem Restaurant Kreuz Bertiswil und beobachtete an jenem Tag, wie plötzlich Luxuskarossen vorfuhren. Zirka 30 schwarz gekleidete Leute seien beim Restaurant gewesen, darunter 15 bis 20 Velofahrer. Soweit, so unspektakulär – hätte es sich nicht um hohen Besuch gehandelt. Wirz ist überzeugt: «Vor dem Restaurant war der König von Thailand mit seiner Frau – beide im Velodress.» Er sei zum Lokal gegangen, habe versucht, mit den Leuten zu reden, aber keine Antworten erhalten.

König Maha Vajiralongkorn alias Rama X. (Bild: Rungroj Yongrit/EPA/Keystone, Bangkok, 6. Mai 2019)

König Maha Vajiralongkorn alias Rama X. (Bild: Rungroj Yongrit/EPA/Keystone, Bangkok, 6. Mai 2019)

Den König habe er erst gesehen, als er das Geschehen von Zuhause aus mit dem Feldstecher verfolgte. Bei der Internetrecherche stiess Wirz auf das Bild von König Rama X sowie seiner Frau und erkannte sie sofort wieder.

Das thailändische Königspaar in einem normalen Luzerner Restaurant? Kann diese Geschichte stimmen? Armin Burkart, Besitzer des Restaurants Kreuz Bertiswil, bestätigt den speziellen Besuch. «Wie in einem Film» habe er sich gefühlt, alles sei sehr schnell gegangen. «Am Donnerstagabend wurde ich aus Deutschland angerufen und gefragt, ob ich im Restaurant Platz habe. Die Rede war vom thailändischen Konsul.» Überrascht habe er zugesagt, obwohl er nicht einmal eine Kontaktadresse erhalten habe. Am Freitagmorgen seien Leute vorbeigekommen, hätten sein Restaurant angeschaut. «Am Nachmittag kamen Bedienstete, stellten den Saal um und dekorierten einen Tisch.»

Die Gäste zahlten bar und verschwanden

Die Bediensteten hätten ihm gegenüber von einem VIP-Besuch geredet. Er habe aber mitbekommen, dass es sich um den König handeln soll, erzählt Burkart:

«Alles war sehr geheimnisvoll.»

Den König selber habe er nicht gesehen, deshalb könne er auch nicht bestätigen, dass dieser vor Ort war. «Vermutlich war er müde und ging direkt ins Hotel.» Die Bediensteten hätten das Menü gegessen, in bar bezahlt – dann war der Spuk vorbei.

Die Geschichte klingt aussergewöhnlich, abwegig ist sie aber nicht. Rama X besitzt eine Villa in Bayern. Er sorgte bereits vor einem Jahr für Trubel in der Zentralschweiz, als er in Engelberg Halt machte. Ausserdem berichtete die Münchner Zeitung «TZ» Ende April von einem ähnlichen Veloausflug des Königs.

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