SVP des Kantons Luzern tritt mit 8 Kandidaten zu Nationalratswahlen an

Die Delegierten der SVP Kanton Luzern schicken Franz Grüter ins Rennen um einen Ständeratssitz. Für den Nationalrat gibt es acht Kandidaten – neben den Bisherigen unter anderem auch Parteipräsidentin Angela Lüthold.

Alexander von Däniken
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Von den SVP-Delegierten ins Rennen geschickt (von links): Willi Knecht, Angela Lüthold, Dieter Haller, Franz Grüter, Oliver Imfeld, Vroni Thalmann-Bieri und Felix Müri. (Es fehlt Yvette Estermann). (Bild: Manuela Jans-Koch, Emmen, 23. Mai 2019)

Von den SVP-Delegierten ins Rennen geschickt (von links): Willi Knecht, Angela Lüthold, Dieter Haller, Franz Grüter, Oliver Imfeld, Vroni Thalmann-Bieri und Felix Müri. (Es fehlt Yvette Estermann). (Bild: Manuela Jans-Koch, Emmen, 23. Mai 2019)

Die Wähler haben die Partei mit der Sonne im Logo im Regen stehen lassen: 7 der 29 Sitze büsste die SVP bei den Luzerner Kantonsratswahlen vom 31. März ein. Am Donnerstag schien für die Volkspartei aber wieder die Sonne – und das nicht nur meteorologisch. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Betagtenzentrum Emmenfeld in Emmen schickte die Partei voller Zuversicht acht Personen ins Rennen um einen Platz im Nationalrat.

Für den Ständerat wurde Franz Grüter nominiert. Der Nationalrat aus Eich hatte seine Ambitionen bereits in unserer Zeitung angekündigt. Der IT-Unternehmer soll den frei werdenden Sitz von CVP-Ständerat Konrad Graber angreifen. Diesen will die CVP mit allen Mitteln verteidigen. Nationalrätin Andrea Gmür hat sich schon zur Verfügung gestellt. Die CVP-Delegierten entscheiden nächsten Dienstag.

Drei Bisherige und fünf Neue

Grüter wird sich auch für die Wiederwahl in den Nationalrat zur Verfügung stellen. Die Doppelkandidatur war für die Delegierten kein Problem. Auch die Krienserin Yvette Estermann (sie fehlte am Donnerstag wegen Krankheit) und der Emmer Felix Müri treten am 20. Oktober nochmals an.

Zu den drei Bisherigen gesellen sich Parteipräsidentin Angela Lüthold (Nottwil) sowie Vizepräsident Oliver Imfeld. Der Horwer befindet sich auch auf kommunaler Ebene im Wahlkampf: Er kandidiert für einen Sitz in der Horwer Exekutive. Der zweite Wahlgang ist am 23. Juni.

Neben Angela Lüthold schickten die 85 Delegierten eine weitere Frau mit klingendem Namen ins Rennen um einen Nationalratssitz: die Kantonsrätin und ehemalige Kantonsratspräsidentin Vroni Thalmann-Bieri (Flühli). Ihre Fraktionskollegen Willi Knecht (Geiss) und Dieter «Didi» Haller (Luzern) komplettieren die Nationalratsliste der SVP.

Zu Beginn der DV kam Parteipräsidentin Angela Lüthold auf die Departementsverteilung der Regierungsräte zu sprechen: «Wurde da ein Päckli gemacht?» Der designierte Regierungspräsident Paul Winiker ging nicht darauf ein, deutete aber an, dass nicht nur eine Person Interesse am Finanzdepartement bekundete. Winiker wie auch der Schwyzer Ständerat Peter Föhn waren optimistisch, dass die SVP im Herbst nicht im Regen steht.