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Stadt Luzern sucht nach verwilderten Plätzchen

Laub- oder Asthaufen, Trockenmauern, Heckensäume oder sich selbst überlassene Gartenecken sind Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Die Stadt Luzern will mit dem Projekt «StadtWildTiere» auf solche Lebensräume aufmerksam machen und sucht deshalb «StadtWildnis»-Orte.
Wildnisecke in einem Naturgarten. (Bild Stefan Herfort)

Wildnisecke in einem Naturgarten. (Bild Stefan Herfort)

(zim/pd) 40 der 90 Säugetierarten und rund die Hälfte aller Reptilien und Amphibienarten, die in der Schweiz vorkommen, besiedeln auch das Luzerner Stadtgebiet. Das Projekt «StadtWildTiere» will solche Orte und ihren Wert für die Biodiversität sichtbar machen und sie schliesslich erhalten und schützen. Solche «StadtWildnis»-Orte können zum Beispiel alte Stadtbäume, Trockenmauern oder kleine verwilderte Ecken in einem Garten sein. Dafür bittet die Stadt Luzern ihre Bewohner und Bewohnerinnen, solche «StadtWildnis»-Orte auf www.luzern.stadtwildtiere.ch zu melden.

«Somit erhalten wir ein möglichst vollständiges Bild zu Vorkommen und Verbreitung von Wildtieren im Siedlungsraum», erklärt Stephie Burkhart, Projektleiterin Natur und Landschaftsschutz der Stadt Luzern. Die gesammelten und analysierten Daten böten eine Grundlage, um die Wildtiere im Siedlungsraum gezielt zu fördern.

Blütenvielfalt am Parkplatzrand. (Bild: Stefan Herfort)

Blütenvielfalt am Parkplatzrand. (Bild: Stefan Herfort)

Diese Orte seien wichtig für die Artenvielfalt im Siedlungsraum, doch fänden sie wenig Beachtung und drohten im Zuge von Aufräumarbeiten zu verschwinden. «Wir wollen den Leuten das Aufräumen in Garten natürlich nicht verbieten», sagt Burkhart. Es sei nicht das Ziel, die Gärten komplett verwildern zu lassen, sondern nach Möglichkeit einmal eine Ecke natürlich zu belassen.

Am Dienstag, 18. Juni, findet im Würzenbachquartier von 18.30 bis 20 Uhr für alle Interessierten ein Abendspaziergang entlang von «StadtWildnis»-Orten statt. Treffpunkt ist bei der Bushaltestelle Brüelstrasse, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Rahmen des Projektes «StadtWildTiere» sind darüber hinaus nach Angaben von Stephie Burkhart in Zukunft noch weitere Aktionen geplant wie beispielsweise ein Fotowettbewerb.

Projekt «StadtWildTiere»

«StadtWildTiere» ist ein schweizweites Projekt, an dem sechs Städte mit unterschiedlichen Trägerorganisationen beteiligt sind. In Luzern wurde das Projekt im Frühling 2018 lanciert, mit der Aktion «Igel gesucht» standen die Stacheltiere im Zentrum. In Luzern wird das Projekt von der Stadt Luzern, vom Natur-Museum Luzern, von der Ornithologischen Gesellschaft der Stadt Luzern, von Pro Natura Luzern und vom WWF Luzern getragen. Nebst Luzern machen Bern, Chur, Zürich, Winterthur und St. Gallen beim nationalen Projekt mit.

Hinweis
«Luzern grünt» (www.luzerngruent.ch) berät Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Luzern kostenlos, wie sie selbst «StadtWildnis»-Orte schaffen und schützen können.

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