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So wird der «Hirschen» in Buttisholz wiederbelebt

Seit fünf Jahren ist das Gasthaus Hirschen geschlossen. Jetzt haben die
Verantwortlichen auf dem Weg zur Wiedereröffnung einige Hürden gemeistert. Was sie aber noch benötigen, ist Geld.
Ernesto Piazza
Seit fünf Jahren geschlossen: Das Gasthaus Hirschen. (Bild: Boris Bürgisser, Buttisholz, 3. Juli 2019)

Seit fünf Jahren geschlossen: Das Gasthaus Hirschen. (Bild: Boris Bürgisser, Buttisholz, 3. Juli 2019)

Das seit 2014 geschlossene Gasthaus Hirschen spielt bei der Buttisholzer Zentrumsentwicklung eine wichtige Rolle. Die ursprünglich für 2018 geplante Neueröffnung stellte sich aber als zu optimistisch heraus (wir berichteten). «Jetzt haben wir jedoch wieder einen Schritt in die richtige Richtung gemacht» sagt Helen Affentranger-Aregger. Sie bildet zusammen mit Präsident Andreas Bucher und Roland Bühler den Verwaltungsrat der Gasthaus Hirschen AG.

Die Gemeinde Buttisholz hat sich ebenfalls finanziell am Hirschen-Projekt beteiligt. Das Verhältnis der Aktien beträgt zwei Drittel (GAB Genossenschaft) zu einem Drittel (Gemeinde).

Denkmalpflege ist eingebunden

Zwei Aspekte geben den Verantwortlichen für die nächsten Schritte Zuversicht. Zum einen sind es die intensiven Abklärungen mit der Denkmalpflege, welche zu einem positiven Entscheid geführt haben. Diese mussten geführt werden, da das Gebäude zu den schützenswerten Objekten zählt. Ein grosser Knackpunkt dabei waren die baulichen Veränderungen bei der geplanten offenen Stiege vom Erdgeschoss ins erste Obergeschoss. Zudem war der Denkmalpflege bei den Gesprächen auch wichtig, dass der «Hirschen» in die Entwicklung des ganzen Dorfkerns mit einbezogen wird.

Dazu kommen die nunmehr ermittelten Umbaukosten. Diesen Auftrag hatten die Verantwortlichen der Baureag Architekten AG erteilt. Wie hoch der Betrag ist, kann der Verwaltungsrat im Moment allerdings noch nicht kommunizieren. Helen Affentranger:

«Wie hoch die Umbaukosten sind, hängt auch davon ab, für welche Puzzleteile – und hier in welcher Form – wir uns letztlich entscheiden.»

Dabei geht es um den Innenumbau, aber auch die Fassade, das Dach oder den Keller. Hierfür suchen die Verantwortlichen private Investoren. «Am liebsten wäre uns, wenn sich Buttisholzer Unternehmer hierfür begeistern liessen», sagt Hirschen-AG-Verwaltungsrätin Affentranger.

Bereits hätten Einheimische ein gewisses Interesse signalisiert. Für sie sind jedoch die Sicherheiten, welche von der Gasthaus Hirschen AG allein mit der Gastronomie kommen, nicht ausreichend.

Daher bestehen Überlegungen, das angrenzende Hirschenareal in die Verhandlungen mit einzubeziehen. Hierfür besteht ein behördenverbindlicher Richtplan. «Das ganze Grundstück gehört mit zur Zentrumsentwicklung», sagt Gemeindepräsident Franz Zemp (CVP). «Somit können gemäss momentanem Stand weder verbindliche Aussagen über die spätere Nutzung des Hirschenareals noch über ein mögliches Bauvolumen gemacht werden.» Sicher sei heute nur, dass ein Teil des besagten Areals für öffentliche Zwecke von der Gemeinde zurückbehalten werden müsse. Auf dem Richtplan sind drei mögliche Baufelder eingezeichnet. Deren Nutzung wird jetzt in der laufenden Zentrumsentwicklung festgelegt.

Im Aktionärsbindungsvertrag zwischen der Genossenschaft und der Gemeinde sichert die Kommune der Restaurant Hirschen AG zu, «die erste Verhandlungspartnerin zu sein, wenn es darum geht, Teile der in Zukunft möglichen Bauvolumen auf dem Hirschenareal zu realisieren».

Mittlerweile liegt dem Verwaltungsrat auch das überarbeitete Konzept «Gastronomie Hirschen» vor. Eine Betriebsgesellschaft soll Pächterin werden und zuständig für die Besetzung der Geschäftsführung sein. Kulinarisch will man die Gäste jeweils mit einem Menü mit diversen Gängen und frei wählbaren Zutaten verwöhnen. Affentranger:

«Wir beabsichtigen, mit Buttisholzer Produzenten zusammenzuarbeiten, und setzen dabei auf regionale Erzeugnisse.»

Mit einer kleinen Karte wolle man zudem dafür sorgen, dass stets frische Produkte auf den Tisch kämen.

Zeitpunkt der Eröffnung noch unklar

Aktuell ist der Hirschen-Gastrobetrieb zwar zu. Weil aber einige Gästezimmer vermietet und Saal und Gaststube für Anlässe mit Catering angeboten werden, ist die AG gut aufgestellt.

Momentan wird ein Businessplan erstellt, um danach den weiteren Projektverlauf planen zu können. Nach den Sommerferien sollen die Gespräche – auch zum Hirschenareal – wieder aufgenommen werden. Wann der Gastrobetrieb erneut öffnet, sei aber schwierig zu sagen, erklärt Helen Affentranger.

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