Das überarbeitete Projekt Seefeld in Sempach wird nun nochmals aufgelegt

Im Gebiet Seefeld sollen drei Wohnhäuser entstehen. Nachdem das Projekt bei der ersten Mitwirkung einige Kritik erntete, nimmt der Stadtrat einen neuen Anlauf – und hat dazu auch einen Fachmann beigezogen.

Ernesto Piazza
Drucken
Teilen

In Sempach sollen im Gebiet Seefeld auf dem Areal der ehemaligen Garage Ruedi Sidler drei Wohnhäuser gebaut werden. Bereits vor einem Jahr lief für den Bebauungsplan und die Teiländerung des Zonenplans das öffentliche Mitwirkungsverfahren. Weil damals negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung kamen, verlangte der Stadtrat eine Überarbeitung des Richtprojekts. In der «ersten Runde» wurde unter anderem das Bauvolumen der drei geplanten Gebäude beanstandet. Vor allem die Höhe, insbesondere des fünfgeschossigen, nördlichsten Hauses, stand in der Kritik.

In der Folge liess der Grundeigentümer durch die Leuenberger Architekten AG verschiedene Anpassungen vornehmen. Und der Stadtrat führte ein zweites Mitwirkungsverfahren durch.

Das nun vorliegende, überarbeitete Bauprojekt zeigt: Die Gebäudehöhen wurden reduziert. Dabei geht es zum einen um das Haus A. Dieses liegt nahe beim Schulhaus Waldegg und rückt neu vom Strassenrand etwas weg. Von dieser Massnahme ist ebenfalls das Haus C betroffen. Diese beiden Gebäuden wurden um ein Geschoss reduziert. Damit wird auch die Anzahl Wohnungen von ursprünglich 16 auf deren 13 verringert. Entsprechend vermindert sich auch die Baudichte.

Weiter verdichtet bauen – trotz Redimensionierung

Trotz Redimensionierung gehe der Stadtrat mit dem Projekt den Weg einer verdichteten Bauweise weiter, sagt die zuständige Ressortleiterin Mary Sidler. Oberste Priorität habe jedoch die gute Eingliederung der Bauten, die sinnvolle Ausnützung des Grundstücks sowie das Schaffen eines hochwertigen Wohnumfeldes, so die Stadträtin. Zudem basiere das Projekt auf der Gesamtortsplanungsrevision. Es ist geplant, deren Entwurf im Herbst zur öffentlichen Mitwirkung aufzulegen.

In den vergangenen Monaten begleitete Hansueli Remund das Projekt intensiv. Ursprünglich vertrat er die Interessen des Grundstückeigentümers Ruedi Sidler. Später wurde er von Stadt und Eigentümerschaft beauftragt, den Planungsprozess zu moderieren und gemeinsam mit allen involvierten Playern an einem Tisch offene Fragen zu klären. «Mit dem vorliegenden Projekt sind nun die hauptsächlichsten Knackpunkte aus dem Weg geräumt», ist Remund überzeugt. Mittlerweile liege eine tragfähige Lösung vor. So habe man mit Nachbarn – die Überbauung entsteht in unmittelbarer Nähe zu den Quartieren Neumühle und Rebhalde – Dienstbarkeitsvereinbarungen betreffend Wohnungszugänge, Besucherparkplätze und einen gemeinsamen Schulweg abschliessen können.

Denkmalpflege mit hoher Qualität überzeugen

Weil das sich auf dem Areal befindende alte Wohnhaus als erhaltenswertes Objekt eingestuft ist, kann es nur ersetzt werden, «wenn ein Neubaukonzept von hoher Qualität geschaffen wird», so der Raumplaner. Dieser Vorgabe wolle man mit einer hohen Qualität bei der architektonischen Gestaltung, mit Grünelementen und der Reduktion der Bauhöhen Rechnung tragen, sodass das sich im Hintergrund befindende kleine Waldstück weiter sichtbar bleibe. Es sei die Qualität des Gesamtprojekts, welche den Abbruch des alten Wohnhauses rechtfertigen soll.

Die Anmerkungen der kantonalen Vorprüfung sind miteingeflossen. Letzte Woche wurde die überarbeitete Version im Stadtrat verabschiedet. Jetzt startet die öffentliche Auflage. Die Einsprachefrist dauert vom 10. Juni bis zum 9. Juli. An der Gemeindeversammlung im Herbst soll darüber befunden werden.