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Kommentar

Neues Luzerner Museum im alten Zeughaus: «Schnellschuss verboten»

Die Luzerner Regierung prüft, das geplante neue Museum im alten Zeughaus auf dem städtischen Musegghügel unterzubringen. Sie muss sich bewusst sein, dass sie damit eine enorme Attraktivitätseinbusse in Kauf nimmt, sagt Redaktorin Evelyne Fischer.
Evelyne Fischer
Evelyne Fischer

Evelyne Fischer

Sie sind nicht nur bei Schlechtwetter eine gute Wahl: das Natur- und das Historische Museum in der Stadt Luzern. Ersteres haben letztes Jahr gut 46'000 in- und ausländische Gäste besucht, beim Historischen Museum gleich nebenan waren es knapp 39'900. Rund 900 Schulklassen erfreuten sich in den zwei Häusern an tausenden Exponaten.

Aufgrund des Spardrucks will die Luzerner Regierung die Institutionen in einem «Luzerner Museum für Natur und Gesellschaft» fusionieren. Und im gleichen Zug das jährliche Budget von 3,8 auf 2,8 Millionen Franken kürzen. Als Standort bringt sie das Zeughaus ins Spiel, einen denkmalgeschützten Bau aus den 1680er-Jahren hoch über der Altstadt. Die frei werdenden Gebäude an der Reuss kämen dann fürs Kantonsgericht in die Kränze.

Klar ist: Das Zeughaus fristet heute ein Schattendasein. Zwar hat die Pädagogische Hochschule einige Räume gemietet. Stattliche Flächen in den unbeheizten Obergeschossen lassen sich aktuell aber nicht nutzen. Wegen der Pflicht zum haushälterischen Umgang mit Landressourcen ist es besser, eine Umnutzung zu prüfen, als einen Neubau zu planen. Mit einem Umzug vom bestens erschlossenen Reussufer auf den Musegghügel würde das Museum aber massiv an Attraktivität verlieren.

Regierung und Parlament tun gut daran, sich nicht vorschnell auf die Zeughausvariante einzuschiessen. Selbst wenn diese eventuell zwei Probleme auf einen Schlag lösen könnte. Sie müssen vielmehr die Bedürfnisse von 100 Gerichtsangestellten jenen von fast 90'000 Museumsgästen gegenüberstellen. Und sich fragen, was ihnen die oft zitierte «hohe Lebensqualität» des Kantons wert ist.

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