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Nach Ärger mit SBB wegen Rollstuhltransport: Luzerner IV-Rentner dürfen gratis Tixi-Taxi fahren

Trotz gültigem Billett musste Stefan Schmid eine Zugreise zu seiner Frau bezahlen - weil der Umsteigebahnhof noch nicht behindertengerecht ist. Der Präsident des Rollstuhl-Tixi Sursee/Willisau/Entlebuch macht Schmid nun ein schönes Angebot.
Längst nicht alle Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sind behindertengerecht umgebaut. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. August 2016)

Längst nicht alle Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sind behindertengerecht umgebaut. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 29. August 2016)

(avd) Riesige Anteilnahme am Schicksal von Stefan Schmid und seiner Frau Jolanda Huber: Das in Emmen lebende Paar darf im Tixi-Taxi kostenlos an einen Ort seiner Wahl und zurückfahren. Das Angebot machte Fredy Dobmann, Präsident des Rollstuhl-Tixi Sursee/Willisau/Entlebuch, aufgrund unserer Berichterstattung vom 2. Mai.

Schmid und seine Frau beziehen IV-Renten und müssen jeden Franken zweimal umdrehen. Weil Jolanda Huber am Karfreitag wegen psychischer Probleme in die Klinik St. Urban gefahren wird, und sie auf einen Elektrorollstuhl angewiesen ist, will Schmid das rund 165 Kilogramm schwere Gerät zu ihr bringen. Schmid hat ein gültiges Billett via Reiden. Doch der Bahnhof ist noch nicht behindertengerecht. Die SBB zwingen Schmid, ein Billett über Olten und Langenthal zu kaufen.

Gutschein, aber keine persönliche Entschuldigung

Mittlerweile ist Jolanda Huber wieder zu Hause. Ihr Mann trieb das Geld fürs Billett anderweitig auf. Die SBB haben sich zwar öffentlich entschuldigt und dem Paar einen Gutschein im Wert von 30 Franken ausgehändigt. «Aber bis heute fehlt eine persönliche oder schriftliche Entschuldigung», sagt Schmid.

Ein guter Trost ist ihm das Angebot von Fredy Dobmann. Dieser wollte Schmid eigentlich die Rückfahrt von St. Urban nach Emmen spendieren. «Als ich ihn anrief, um ihm zu danken und zu sagen, dass meine Frau schon zu Hause ist, bot er an, uns kostenlos an einen beliebigen Ort und zurückzufahren», erzählt Schmid. «Das freut mich riesig.»

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