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Luzerner Kantonsgericht muss stationäre Massnahme erneut überprüfen

Das Kantonsgericht Luzern muss nochmals darüber entscheiden, ob die stationäre therapeutische Massnahme eines 42-Jährigen weitergeführt werden darf. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Der Mann ermordete 1996 zusammen mit der Mutter seinen Vater.
(sda)

Der damals in Emmenbrücke lebende 23-jährige Mann und seine Mutter hatten die wahnhafte Vorstellung, dass der Familienvater sie während Jahren vergiftete, um sie zu töten. Um ein Geständnis zu erpressen, folterten sie das Opfer, bis es starb.

Die Mutter wurde im Jahr 2000 zu einer Zuchthausstrafe verurteilt und es wurde eine Verwahrung angeordnet. Der Sohn wurde als Unzurechnungsfähig erklärt. Eine zunächst angeordnete ambulante Therapie wurde abgebrochen, wie aus einem am Montag publizierten Urteil des Bundesgerichts hervor geht.

Stattdessen ordnete das Kriminalgericht im März 2004 eine stationäre therapeutische Massnahme an. Im Mai 2011 wurde der Mann bedingt entlassen. Im Oktober 2015 wurde er jedoch wieder in den stationären Massnahmenvollzug zurückversetzt.

Im Rahmen der jährlichen Überprüfung lehnte der Vollzugs- und Bewährungsdienst des Kantons Luzern die bedingte Entlassung des Mannes ab. Eine Beschwerde dagegen wies das Kantonsgericht im September vergangenen Jahres ab.

Der 42-Jährige gelangte ans Bundesgericht, das seine Beschwerde nun gutgeheissen hat. Die Lausanner Richter halten fest, dass die Vorinstanz nicht geprüft habe, ob die Massnahme noch verhältnismässig sei. Dies wird sie nun nachholen müssen.

Hinweis: Urteil 6B_1045/2018 vom 01.02.2019

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