Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Stadt Luzern: Pilatusplatz erhält Hochhaus – aber das alte Riegelhäuschen darf bleiben

Mit der Realisierung des Neubaus am Pilatusplatz hätte das Gebäude Mühlebachweg 8 eigentlich verschoben werden sollen. Nun ist die Stadt von diesen Plänen abgerückt.
Stefan Dähler
Das Fachwerkhaus am Mühlebachweg 8 soll den künftigen Hochhausstandort Pilatusplatz aufwerten. (Bild Manuela Jans-Koch, 27. Juni 2019)

Das Fachwerkhaus am Mühlebachweg 8 soll den künftigen Hochhausstandort Pilatusplatz aufwerten. (Bild Manuela Jans-Koch, 27. Juni 2019)

Nach langem Hin und Her nimmt das Hochhaus-Projekt am Pilatusplatz nun langsam Formen an. Die Stadt Luzern hat den Wettbewerb für Architekten und Investoren ausgeschrieben. Seit einigen Tagen ist das detaillierte Wettbewerbsprogramm aufgeschaltet. Diesem ist unter anderem zu entnehmen, dass das Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert am Mühlebachweg 8 bleiben soll. Ursprünglich war vorgesehen, dieses ein paar Meter in Richtung der alten Spitalmühle am Mühlebachweg 10 zu verschieben, um dort ein historisches Ensemble zu schaffen. Die Spitalmühle steht unter Denkmalschutz, das Haus am Mühlebachweg 8 gilt als erhaltenswert. Dessen Verschiebung wäre aufwendig gewesen. Es habe sich gezeigt, dass dies nicht notwendig ist, schreibt Dominic Church, Projektleiter strategische Planung in der Baudirektion, auf Anfrage. «Der Erhalt am heutigen Standort bietet zudem die Chance, im ‹inneren› Bereich des Entwicklungsareals einen attraktiven Aussenraum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.» Weiter hätten durch die Verschiebung ein Brunnen, ein Spielplatz und Sitzbänke weichen müssen.

Land wird im Baurecht abgegeben

Der Wettbewerb dauert bis April 2020. Danach ist vorgesehen, dass die Stadt den Bereich des Areals, auf dem das 35-Meter-Hochhaus geplant ist, einem Investor für 80 Jahre im Baurecht abgibt. Dasselbe gilt für das Haus am Mühlebachweg 8. «Dabei soll das Haus auf eine Weise genutzt werden, die das Gesamtkonzept unterstützt und den umgebenden Aussenraum qualitativ bereichert», so Church. Derzeit ist dort noch die Musikschule eingemietet. Ideen für die künftige Nutzung soll der Wettbewerb liefern. Klar ist: Eine Büronutzung wäre nicht im Sinne der Stadt. «Es ist schwer vorstellbar, wie eine Nutzung als Büro für eine private Firma den umgebenden Aussenraum bereichern könnte», so Church.

«Hingegen könnte eine öffentlichkeitswirksame Nutzung diese Anforderung gut erfüllen.»

Der Freiraum dagegen bleibt in Obhut der Stadt. Dieser soll im Rahmen des Bauprojekts aufgewertet werden.

Welches sind nun die nächsten Schritte? Nach Abschluss des Projektwettbewerbs im Frühjahr 2020 entscheidet das vom Stadtrat eingesetzte Preisgericht über das Siegerprojekt. Die Zustimmung zum Baurechtsvertrag unterliegt dem fakultativen Referendum. Der Baurechtsvertrag wird daher voraussichtlich erst gegen Ende 2020 rechtsgültig. Der Investor wird verpflichtet, das Projekt danach umgehend in Angriff zu nehmen. Die Stadt rechnet mit einer Fertigstellung Ende 2024.

Den Landwert inklusive Mühlebachweg 8 hat die Stadt extern berechnen lassen und beziffert diesen mit rund 18,5 Millionen Franken. Sie erwartet vom Investor einen Mindestbaurechtszins von 459'000 Franken pro Jahr. Höhere Angebote ergeben im Wettbewerb eine bessere Punktzahl.

Möglichst wenig Parkplätze

Im Neubau sollen grösstenteils Büros entstehen. Dies innerhalb einer Geschossfläche von mindestens 7000 Quadratmetern, wie dem Wettbewerbsprogramm zu entnehmen ist. Die Stadt verfolgt mit dem Projekt das Ziel, «wertschöpfungsintensive Unternehmen» anzusiedeln, «um zusätzliches Steuersubstrat zu generieren». Das Erdgeschoss soll «öffentlichkeitswirksam» genutzt werden.

Weiter soll der Bau einen Beitrag dazu leisten, die «Zielstellungen der 2000-Watt-Gesellschaft» zu erreichen. Dazu gehören auch möglichst wenige Parkplätze. Die genaue Zahl hängt von den künftigen Flächen und Nutzungen ab, vorgesehen sind aber jeweils maximal 10 Parkplätze für Wohnungen, Kunden/Anlieferung/Geschäftswagen und maximal 5 für Mitarbeiter. Weiter soll der Unterstand der Bushaltestelle Pilatusplatz in den Neubau integriert werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.