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Gewerbegebäude an der Luzerner Tribschenstrasse: CSS hält an Abrissplänen fest

Der Ausbau des CSS-Hauptgebäudes soll wie geplant erfolgen. Eine Integration des benachbarten Gewerbegebäudes aus dem Jahr 1933 in den Neubau lehne man ab, teilte die CSS-Versicherung mit.
Hugo Bischof
Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse in Luzern. Archivbild 2013

Das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse in Luzern. Archivbild 2013

Die CSS-Versicherung macht vorwärts mit ihren Plänen für den Ausbau ihres Hauptsitzes an der Tribschenstrasse in Luzern. «Das bedeutet, dass wir am Abriss des unmittelbar angrenzenden Gewerbegebäudes an der Tribschenstrasse 51 festhalten», sagte CSS-Sprecherin Nina Mayer auf Anfrage. Auf Wunsch des Innerschweizer Heimatschutzes und weiterer Verbände, die gegen den Abriss Einsprache eingereicht hatten, habe die CSS eine Integration des bestehenden Gewerbegebäudes das Neubauprojekt nochmals geprüft:

«Wir kommen jedoch zum Schluss, dass der Prozess mit zu vielen Kompromissen und Unbekannten behaftet ist. Deshalb verbleiben wir bei unserem ursprünglichen Standpunkt und verfolgen den Ansatz eines Neubaus ohne Integration des bestehenden Gewerbegebäudes.»

Als einer der grössten Arbeitgeber der Stadt Luzerns sei es der CSS ein Anliegen, «unsere Arbeitsplätze in der Stadt zu konzentrieren», betont Mayer. Die CSS plane deshalb, ein Bürogebäude für den Eigenbedarf, in dem rund 500 Arbeitsplätze untergebracht werden sollen. Die Verbände seien über diesen Entscheid informiert worden. Über die nächsten Schritte sowie den genauen Zeitplan könne die CSS im Moment noch keine Aussagen machen.

Die CSS-Versicherung reichte 2017 ein Rückbaugesuch für das Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse 51 ein. Das aus dem Jahr 1933 stammende Gebäude soll einem architektonisch hochwertigen Neubau weichen. Damit will die Versicherung ihren direkt daneben gelegenen Hauptsitz erweitern. Die kantonale Dienststelle Hochschulbildung und Kultur hatte im September 2017 entschieden, das Gebäude an der Tribschenstrasse 51 nicht unter Schutz zu stellen. Einem Abbruch steht aus Sicht der Denkmalpflege somit nichts mehr im Wege.

Das von Carl Mossdorf erbaute Gewerbegebäude im Originalzustand 1933. Bild Archiv

Das von Carl Mossdorf erbaute Gewerbegebäude im Originalzustand 1933. Bild Archiv

«Wichtiger baukultureller Pionierbau»

Ob es zum baldigen Abbruch des Gebäudes kommen wird, bleibt aber weiterhin offen. Der Innerschweizer Heimatschutz (IHS) wehrt sich seit Jahren gegen den Abriss. Er erhob gegen das Rückbaugesuch der CSS Einsprache. Eine Petition zur Rettung des Gebäudes läuft. Unterstützt wird diese auch von den Innerschweizer Sektionen folgender Institutionen: Bund Schweizer Architekten (BSA), Schweizer Ingenieur- und Architektenverein (SIA), Schweizer Werkbund (SWB). Das vom Architekten Carl Mossdorf (1901-1969) errichtete Gebäude ist gemäss den Einsprechern «ein ausgesprochen wichtiger baukultureller Pionierbau der frühen Moderne in der Zentralschweiz und verkörpert in seiner ursprünglichen Form wichtige Grundsätze des Neuen Bauens in den 30er Jahren».

Bei den Einsprechern ist man enttäuscht vom Entscheid der CSS. «Wir werden uns weiter für den Erhalt des Gewerbegebäudes einsetzen», sagt Rainer Heublein vom Innerschweizer Heimatschutz. «Ein Abbruch kommt für uns nicht in Frage. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass es für einen Neubau eine tolle Lösung mit der Integration des Gewerbegebäudes geben würde. «Für die Erarbeitung einer solchen Lösung in der Form eines Studienauftrages unter verschiedenen Architekturbüros haben wir der CSS volle Unterstützung angeboten», so Heublein.

Die Einsprache der Verbände ist vor dem Luzerner Kantonsgericht hängig. Für Heublein ist auch klar: «Wir unterstützen den Aufruf des BSA (Bund Schweizer Architekten) zum Teilnahmeverzicht am Architekturwettbewerb, der den Abriss des Gewerbegebäudes beinhaltet.»

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