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Emil Steinberger erhält vom Kanton Luzern den Anerkennungspreis – dotiert mit 10'000 Franken

Emil Steinberger, der bekannte Luzerner Kabarettist, Schriftsteller und Schauspieler, wird vom Kanton Luzern ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert und wird erst zum zweiten Mal vom Regierungsrat selber verliehen.
Hugo Bischof
Emil Steinberger. (Bild: Kanton Luzern)

Emil Steinberger. (Bild: Kanton Luzern)

Der Regierungsrat zeichnet Emil Steinberger (86) mit dem Anerkennungspreis 2019 des Kantons Luzern aus. «Der Preis wird jedes Jahr an eine Person oder Organisation verliehen, die sich in besonderer Weise um das allgemeine Wohl oder um das Ansehen des Kantons Luzern verdient gemacht hat», teilte der Kanton am Donnerstag mit. Es ist erst das zweite Mal nach 2017, dass der Regierungsrat selber den Preisträger bestimmt. Damals verlieh er die Auszeichnung der Gruppe Pfasyl (Pfadi und Asyl). Diese engagiert sich für Kinder von Asylsuchenden. In früheren Jahren wurde der Preis jeweils von der Stiftung «Luzern – Lebensraum für die Zukunft» vergeben.

Auf der einen Seite der international bekannte Kabarettist, Schriftsteller und Schauspieler Emil Steinberger, auf der anderen Seite die eher im Stillen wirkende Gruppe Pfasyl: Der Kontrast könnte kaum grösser sein. Da drängt sich die Frage auf: Will sich der Regierungsrat mit dem illustren Namen Emil selber Glanz und Renommee verschaffen? «Keineswegs», sagt dazu Franco Mantovani von der Staatskanzlei des Kantons Luzern:

«Diese beiden Preisempfänger zeigen lediglich die Bandbreite des Anerkennungspreises auf.»

Der Anerkennungspreis ist mit 10'000 Franken dotiert. «Das Preisgeld ist eine Geste der Anerkennung und dient nicht der Finanzierung einer bestimmten Leistung», sagt dazu Franco Mantovani. Gerade bei Emil Steinberger gehe es um die Würdigung eines Lebenswerkes, das wirklich eindrücklich sei. «Der Regierungsrat freut sich sehr, dass er eine so grossartige Persönlichkeit und ihr grossartiges Werk auf diese Weise auszeichnen kann», sagt Regierungspräsident Robert Küng (FDP).

Keine andere Persönlichkeit trage die Identität «des Luzerners» so schlitzohrig und sympathisch, offen und hintergründig in die Welt hinaus wie Emil Steinberger mit seinen Bühnenfiguren, heisst es in der Mitteilung der Regierung weiter: «Seine Verdienste als Initiant und langjähriger Leiter des Kleintheaters sind einmalig für Luzern.» Und:

«Seine internationalen Auftritte prägen das Bild, das sich die Welt von uns Schweizern macht.»

Weiter schreibt der Regierungsrat:

«Die von Emil Steinberger gelebte Verbindung von Ideenreichtum, Disziplin und Heiterkeit macht ihn zum Vorbild für viele; seine über Jahrzehnte unerschöpfliche Schaffenskraft nötigt der Öffentlichkeit Bewunderung ab.»

Bei der IG Kultur Luzern stösst die Preisvergabe auf Zustimmung. Deren Präsident Urs Bugmann sagt: «Emil Steinberger hat viel zur Belebung der Kultur in Luzern getan und trägt den Namen Luzern in positiver Weise in die Welt hinaus.» Der Anerkennungspreis sei just für solche Leistungen gedacht. Daneben verfüge der Kanton Luzern über weitere Förderinstrumente.

Emil Steinberger steht aktuell mit seinem Programm «Alles Emil, oder?!» auf der Bühne des Theaters Fauteuil in Basel. Er wurde 1933 in Luzern geboren und ist seit seiner Jugend im Kulturbereich tätig, zunächst als Grafiker, dann als Kabarettist, Schriftsteller, Regisseur, Kulturveranstalter, Kino- und Theaterleiter, Werber und Schauspieler. Seit den 1970er Jahren ist er einem breiten Publikum in der Schweiz, Deutschland und Österreich für seine TV-Sketches als Emil ein Begriff.

Preis wird an der Luga vergeben

Die feierliche Übergabe des Anerkennungspreises an Emil Steinberger findet am Montag, 29. April, von 17 bis 18 Uhr auf der Eventbühne der Zentralschweizer Frühlingsmesse Luga statt. Die Preisverleihung ist öffentlich. Paul Winiker (SVP), der Vizepräsident des Regierungsrats, wird den Preis übergeben. Emil Steinberger wurde 1971 mit dem Anerkennungspreis und 1996 mit der Ehrennadel der Stadt Luzern ausgezeichnet. Er hat unzählige weitere Preise erhalten, so etwa den Karl-Valentin-Orden (1986), den Hans-Reinhart-Ring (1988) oder den Salzburger Ehrenstier (2005). Seit 2008 ist er auch Ehrenbürger der Stadt Luzern. Emil Steinberger war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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