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Alle News am Tag nach der Wahl: SP-Meyer verzichtet auf zweiten Wahlgang, Bärtsch tritt an ++ FDP stützt Winiker und Schwerzmann

Der Luzerner Wahlsonntag ist Geschichte. Doch auch heute Montag steht die kantonale Politik im Fokus. In diesem Artikel sammeln wir alle wichtigen Informationen. Vom Abschneiden der jüngsten Kandidatin bis zum Verzicht von mehreren Kandidaten auf den zweiten Wahlgang am 19. Mai.
jvf/avd/nus/kuy/rt

Das Wichtigste vom Montag

  • Die Grünen setzen im zweiten Wahlgang für den Regierungsrat konsequent auf ihre Kandidatin Korintha Bärtsch.
  • Die Geschäftsleitung der FDP unterstützt einstimmig Marcel Schwerzmann (parteilos) und Paul Winiker (SVP). Das letzte Wort haben die Delegierten am Dienstagabend.
  • Die Grünliberalen ziehen ihren Kandidaten Roland Fischer für den zweiten Wahlgang zurück. Sie empfehlen den Luzernern nun, die Grüne Korintha Bärtsch zu wählen. Fischer begründet den Rückzug mit den eher geringen Wahlchancen.
  • Die SP verzichtet auf eine Teilnahme am zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen. Kandidat Jörg Meyer zieht sich zu Gunsten der Grünen Korintha Bärtsch zurück. Auch der parteilose Rudolf Schweizer tritt nicht mehr an.
  • Wirtschaftsverbände wie der kantonale Gewerbeverband (KGL), die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) sowie das Info-Forum Freies Unternehmertum (IFU) wollen Marcel Schwerzmann und Paul Winiker auch im zweiten Wahlgang vom 19. Mai unterstützen. Offen ist, wie sich der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) und die Parteien entscheiden.
19:52 Uhr - Korintha Bärtsch (Grüne) stellt sich erneut zur Regierunsratswahl

Wie zu erwarten empfehlen die Grüne Wahlleitungsgruppe und der Parteivorstand der Grünen ihre eigene Kandidatin Korintha Bärtsch zur Wahl in den Regierungsrat. Dass Bärtsch im ersten Wahlgang erfolgreicher abschnitten habe als der amtierende Finanzdirektor Marcel Schwerzmann, zeige, dass Bärtsch auch Unterstützung aus mitte-bürgerlichen Kreisen erhalten habe, meldete die Partei am Montag. Die Luzerner Bevölkerung habe ein klares Zeichen gesetzt und wünsche eine grüne Frau in der Regierung, begründet Bärtsch den Antritt zum zweiten Wahlgang. Auch GLP und SP unterstützen Bärtsch.

19:10 Uhr - FDP unterstützt Marcel Schwerzmann und Paul Winiker

Die Geschäftsführung der FDP unterstützt einstimmig Marcel Schwerzmann (parteilos) sowie Paul Winiker (SVP) im zweiten Wahlgang für den Regierungsrat. Dies bestätigte die Geschäftsführung nach Anfrage unserer Zeitung. Die Delegierten haben am Dienstagabend das letzte Wort.

18:59 Uhr - Roland Fischer (GLP) verzichtet auf zweiten Regierungsrats-Wahlgang

Auch die Grünliberalen ziehen ihren Regierungsrats-Kandidaten Roland Fischer für den zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen zurück. Die Partei empfiehlt den Luzernerinnen und Luzernern gemäss ihrer Medienmitteilung vom Montag, die Grüne Korintha Bärtsch zu wählen. Fischer begründet den Verzicht mit den eher geringen Chancen.

Roland Fischer (GLP) am vergangenen Sonntag im Regierungsgebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser, 31. März 2019)

Roland Fischer (GLP) am vergangenen Sonntag im Regierungsgebäude in der Stadt Luzern. (Bild: Boris Bürgisser, 31. März 2019)


17:54 Uhr - Lehner-CEO brilliert mit Bestresultat

9427 Stimmen holte Thomas Meier bei den Kantonsratswahlen vom Sonntag. Die grosse Überraschung: Der Geschäftsführer des Versandhauses Lehner ist Polit-Quereinsteiger und überholt bei seiner ersten Wahl gar politische Schwergewichte in seiner Partei, der FDP.

17:07 Uhr - Das sind die Besten – von hinten gerechnet

«Gewinnen kann man nur, wenn man mitmacht.» Der Spruch der Swisslos-Werbung trifft zweifellos auch auf Wahlen zu – selbst wenn am Schluss nur eine Handvoll gewinnt. Im Fall der Luzerner Kantonsratswahlen war die Chance bei 801 Kandidaten und 120 Sitzen zwar grösser als im Lotto. Eine Rangliste der Kandidaten mit den wenigsten Stimmen ist trotzdem möglich. Angeführt wird sie von Sean Sanchioni. Er holte für die Junge BDP in seinem Wahlkreis Stadt 41 Stimmen. Seine Parteikollegen Nico Planzer (62 Stimmen), Gino de Cesario (63) und Priscilla Kläfiger (102) komplettieren das Feld. Im Wahlkreis Entlebuch holte Rahel Schnyder (JSVP) die wenigsten Stimmen; 150 waren es. Im Wahlkreis Luzern Land holte Dafina Krasniqi für die BDP 162 Stimmen. Lorena Silvia Stocker von den JusoPlus musste im Wahlkreis Hochdorf mit den wenigsten Stimmen auskommen; nämlich 181. Schon etwas mehr hat Michael Kayser von der BDP im Wahlkreis Sursee erhalten: 312 Stimmen. Gabriel Brunner holte für die SP im Wahlkreis Willisau 969 Stimmen.

16:31 Uhr - Krienser bevorzugen «andere» Kandidaten

Sechs der neun Anwärter auf einen Sitz in der fünfköpfigen Regierung haben in ihrer Heimat auch am meisten Stimmen geholt. So Guido Graf in Pfaffnau, Reto Wyss in Rothenburg, Fabian Peter in Inwil, Korintha Bärtsch in der Stadt Luzern, Jörg Meyer in Adligenswil und Roland Fischer in Udligenswil. Anders ticken die Krienser. Sie haben ihren Mitbürgern Paul Winiker und Marcel Schwerzmann gleich mehrere andere Kandidaten vor die Nase gesetzt, nämlich Korintha Bärtsch, Guido Graf und Jörg Meyer. Rudolf Schweizer, der wie Bärtsch in der Stadt Luzern wohnt, blieb auch da der letzte Platz.

16:04 Uhr - In Udligenswil dominieren SVP und GLP

Daniel Keller war bereits Kantonsrat, Michèle Graber auch. Nun erhalten der SVP-Mann und die GLP-Frau aus Udligenswil Unterstützung aus den eigenen Reihen – von einer Frau und einem Mann. Keller wird künftig von Jasmin Ursprung begleitet, Graber von Roland Fischer, ihrem Lebenspartner. Während die vor fünf Jahren gegründete SVP-Sektion seit 2015 wählerstärkste Udligenswiler Partei ist, holte die GLP am Sonntag nur Platz vier hinter SVP, FDP und CVP. Entscheidend für die Sitzzuteilung waren jedoch die Parteistimmen im Wahlkreis Luzern Land, beziehungsweise die Plätze, auf denen die Kandidaten gelandet sind. Und da haben es bei den Grünliberalen Graber und Fischer auf die Positionen 1 und 3 geschafft, während die CVP- und FDP-Anwärter aus «Udlige» auf ihren Listen hintere Plätze belegten.

15:43 Uhr - Ausgangslage 2. Wahlgang

Nach dem Verzicht der SP ist die Ausgangslage vor dem zweiten Wahlgang am 19. Mai wie folgt: Sicher antreten werden die bisherigen Paul Winiker (SVP) und Marcel Schwerzmann (parteilos). Sie werden herausgefordert von der Grünen Korintha Bärtsch, die am Sonntag das fünftbeste Ergebnis – hinter Winiker, aber vor Schwerzmann – erzielt hat. Noch unklar ist, ob der Grünliberale Roland Fischer noch einmal kandidiert. Die SP bleibt damit mindestens vier weitere Jahre ohne Regierungsrat.

15:17 Uhr

David Roth führt weiter aus:

«Andere Parteien haben keinen Einfluss auf diesen Entscheid gehabt. Obwohl die SP klaren Anspruch auf einen Sitz hätte, verzichten wir im Interesse einer Stärkung der Linken.»

15:11 Uhr
David Roth, Priska Lorenz und Jörg Meyer erklären den Entscheid. (Bild: Nadia Schärli)

David Roth, Priska Lorenz und Jörg Meyer erklären den Entscheid. (Bild: Nadia Schärli)

David Roth, Präsident der kantonalen SP, erklärt den Entscheid: «Jörg Meyer hat ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Es hat Viele überrascht, dass er sich vor einem amtierenden Regierungsrat positionieren konnte. Wir haben intensiv diskutiert, ob wir seitens der Linken mit einer Einer- oder einer Zweierkandidatur in den zweiten Wahlgang gehen wollen. Denn es hat ja zwei Linien auf dem Wahlzettel. Die SP-Parteileitung ist aber einstimmig zum Entscheid gekommen, dass wir in enger Partnerschaft mit den Grünen auf eine Einerkandidatur setzen wollen. Wir werden den Delegierten beantragen, Korintha Bärtsch im zweiten Wahlgang zu unterstützen.» Die Delegiertenversammlung findet am Dienstag statt.

15:00 Uhr - Meyer verzichtet zu Gunsten von Bärtsch
Jörg Meyer erklärt am Montag seinen Verzicht auf den zweiten Wahlgang. (Bild: Nadia Schärli)

Jörg Meyer erklärt am Montag seinen Verzicht auf den zweiten Wahlgang. (Bild: Nadia Schärli)

Am Sonntag hat Regierungsratskandidat Jörg Meyer (SP) 400 Stimmen weniger erhalten als die Grüne Korintha Bärtsch (siehe Grafik). Nun zieht er die Konsequenzen. Er verzichtet auf den zweiten Wahlgang am 19. Mai und macht so Platz für Bärtsch, die gegen die bisherigen Paul Winiker (SVP) und Marcel Schwerzmann (parteilos) antreten wird. Eine Bestätigung der Grünen steht allerdings noch aus. Klar ist: Die SP bleibt vier weitere Jahre ohne Regierungsratssitz.

14:55 Uhr - 19 Stimmen entscheiden für Reto Frank

Am engsten zu und her ging es am Sonntag zwischen zwei bisherigen SVP-Kantonsräten. Letztlich holte Reto Frank aus Meggen 19 Stimmen mehr als der frühere Fraktionschef Guido Müller aus Ebikon. Nur ganz knapp durchsetzen konnte sich auch Sabine Wermelinger. Die freisinnige Gemeindepräsidentin von Flühli übertraf Hanspeter Streit aus Wolhusen um gerade einmal 27 Stimmen. 6 Stimmen grösser war die Differenz zwischen zwei bisherigen SVP-Kantonsräten aus der Stadt Luzern: Das bessere Ende für sich behalten konnte dabei Dieter Haller – abgewählt wurde Thomas Schärli. Nur 40 Stimmen Unterschied lagen am Sonntagnachmittag zwischen den CVP-Mitgliedern Gabriela Schnider-Schnider aus Schüpfheim und Thomas Röösli aus Hasle. Parteiintern ebenfalls nur knapp durchsetzen konnte sich der Grüne Valentin Arnold aus Hüswil. Er erzielte 57 Stimmen mehr als Thomas Kummer aus Willisau.

14:47 Uhr - Diese fünf erhielten am meisten Stimmen
Ruedi Amrein erhielt am meisten Stimmen. (Bild: PD)

Ruedi Amrein erhielt am meisten Stimmen. (Bild: PD)

Das absolute Spitzenergebnis erzielte der frühere Malterser Gemeindepräsident Ruedi Amrein. Der FDP-Politiker holte 10'482 Stimmen. Dicht auf den Fersen war ihm Parteikollegin Heidi Scherer aus Meggen, die 10'460 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Nur 5 Stimmen weniger erzielte mit Irene Keller aus Vitznau eine weitere Freisinnige. Dann folgt mit 9968 Stimmen eine CVP-Vertreterin, nämlich Priska Wismer-Felder aus Rickenbach. Auf Rang 5 landete mit Gaudenz Zemp aus St. Niklausen wiederum ein Freisinniger. Der Direktor des kantonalen Gewerbeverbands kam auf 9770 Stimmen.

14:39 Uhr - Zwei von drei Joggern liefen am Wahltag voraus

Zufall? Bei einer Befragung der neun Regierungsratskandidaten haben drei angegeben, dass sie am Sonntagvormittag joggen waren – zwei von ihnen sind mittlerweile gewählt. Neben Reto Wyss (CVP) und Fabian Peter (FDP) konnte nur Hobbyläufer Roland Fischer (GLP) den Schwung nicht in ein gutes Resultat ummünzen. Dafür setzte sich mit Guido Graf (CVP) mit einer anderen Vorbereitung an die Spitze: Er hatte nach eigenen Angaben eine 26 Zentimeter grosse Forelle aus dem Wasser gefischt.

14:34 Uhr - Wirtschaft stützt Schwerzmann und Winiker

Die Wirtschaftsverbände halten im zweiten Wahlgang am parteilosen Marcel Schwerzmann und an SVP-Mann Paul Winiker fest. Offen ist, wen die bürgerlichen Parteien unterstützen.

14:30 Uhr

Die SP lädt um 15 Uhr zu einer Medienorientierung ein und will dann über ihre Taktik im zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen vom 19. Mai 2019 informieren.

14:04 Uhr - Nur drei Gemeinderäte neu gewählt

64 aktuelle oder ehemalige Luzerner Gemeinderäte haben einen Sitz im 120-köpfigen Kantonsparlament angestrebt. Jetzt zeigt sich: Die neuen Kantonsratsanwärter unter ihnen erzielten kaum Erfolge – ausgenommen bei einer Partei.

11:59 Uhr - Jüngste und Ältester verpassen Wahl
(Bilder: Pius Amrein/Nadia Schärli)

(Bilder: Pius Amrein/Nadia Schärli)

60 Jahre trennen die beiden: Sophie Karrer war mit 18 Jahren die jüngste Anwärterin auf einen Sitz im Parlament und Rolf Oberhänsli mit 78 Jahren der älteste Kandidat. Beide erhielten etwas mehr als 350 Stimmen – und damit keinen Sitz im Kantonsrat.

09:30 Uhr - Rudolf Schweizer verzichtet auf 2. Wahlgang
(Bild: Boris Bürgisser)

(Bild: Boris Bürgisser)

Der zweite Wahlgang der Luzerner Regierungsratswahl wird am 19. Mai ohne Rudolf Schweizer stattfinden. Der Parteilose hat seinen Verzicht erklärt. Grund: zu wenig Zeit, zu wenig Geld. Schweizer hat am Sonntag nur 4234 Stimmen erhalten.


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