15. Adventsfenster: «Eine Million Sterne» - heuer für einmal etwas anders

Der Sturm, der am Samstagnachmittag durch die Zentralschweiz fegte, hat den Veranstaltern der Aktion «Eine Million Sterne» einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie liessen sich davon allerdings nicht beirren.

 
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Die Aktion «Eine Million Sterne» musste wegen der Sturmwarnung abgesagt werden. Jasmin Metzger von der Caritas Zentralschweiz zündet deshalb ihre Kerze in einem Glas an.

Die Aktion «Eine Million Sterne» musste wegen der Sturmwarnung abgesagt werden. Jasmin Metzger von der Caritas Zentralschweiz zündet deshalb ihre Kerze in einem Glas an.

Corinne Glanzmann, Luzern, 14. Dezember 2019

Jahr für Jahr zünden hunderte Luzerner gemeinsam mit der Caritas Luzern in der Adventszeit Kerzen an und stellen sie auf die Treppe vor der Hofkirche. Das so entstehende «Lichtermeer» symbolisiert Solidarität für Armutsbetroffene in der Schweiz. Am Samstagabend wäre im Rahmen der Veranstaltung «Eine Million Sterne» ein weiteres Meer aufgestellt worden — die Kerzen wären bereit gewesen, das Wetter machte den Veranstaltern allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Wegen vorhergesagtem Wind und Regen musste das Lichtermeer abgesagt werden. Vor Ort war es am Samstagabend die meiste Zeit windstill — bis eine Böe kam und die Absage rechtfertigte: «Der teilweise starke Wind würde die Kerzen auf einmal ausmachen», erläutert Florian Flohr von der katholischen Kirche Luzern, die gemeinsam mit der Caritas Luzern den Anlass organisiert.

Veranstalter sammeln für Armutbetroffene

Abgesehen vom Lichtermeer wurde die Veranstaltung trotzdem durchgeführt. Über das Internet konnten Wunschkerzen verschenkt werden. Die Empfänger konnten diese dann vor Ort abholen und eine Spende einwerfen, sofern sie wollten. Damit sammeln die Veranstalter Geld für Kinder und Familien in der Zentralschweiz, die von Armut betroffen oder bedroht sind.

«Für gewöhnlich werden die Wunschkerzen anschliessend auf der Treppe vor der Hofkirche platziert. Heute nehmen sie die Menschen halt nach Hause und können sich so solidarisch zeigen», erklärt Jasmin Metzger von Caritas Luzern. Mit der Kampagne «Eine Million Sterne» wolle man auf die Armut in der Schweiz aufmerksam machen und für Menschen in Not symbolisch ein Licht anzünden.

Zudem veranlasse der Event die Menschen dazu, an eben jene zu denken und fördere damit Solidarität und Gemeinschaft unter ihnen, bekräftigt Flohr. Damit spricht er den Grund an, weshalb eine Gruppe von fünf Frauen zur Hofkirche fand: Mit einer Wunschkerze in der Hand denken sie an eine erkrankte Arbeitskollegin.