Subventionen
Bund sagt: Luzerner Verkehrsprojekte haben ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis

Frohe Kunde für Luzern: Der Bund erhöht seine Subventionen für geplante Verkehrsprojekte. Dies, weil sie wichtig und nützlich sind.

Robert Knobel
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Das am stärksten geförderte Luzerner Vorhaben: Die Umgestaltung der Arsenal-/Nidfeldstrasse zur «Südallee».

Das am stärksten geförderte Luzerner Vorhaben: Die Umgestaltung der Arsenal-/Nidfeldstrasse zur «Südallee».

Visualisierung pd

1,3 Milliarden Franken will der Bund in den nächsten Jahren in die Verkehrsinfrastruktur der Agglomerationen investieren. Das Geld soll in Form von Beiträgen an die Agglomerationsprogramme von insgesamt 32 Regionen fliessen. Dazu gehört auch Luzern. Für das Agglomerationsprogramm Luzern hat der Bund insgesamt 56,6 Millionen Franken reserviert. Profitieren werden davon unter anderem folgende Projekte:

  • Südallee Kriens: Umgestaltung Arsenal-/Nidfeldstrasse
  • Neue Batterie-Trolleybusse für die VBL
  • Verlängerung der VBL-Linie 4 von der Allmend bis Bahnhof Mattenhof
  • Radverkehrsanlage Rothenburg-Rain
  • Bahnhof Luzern: Bessere Querungsmöglichkeiten für Fussgänger und Velos (z.B. neue Unterführung unter den Gleisen)

Mit einem Beitrag von 6 Millionen Franken ist die Südallee das am stärksten unterstützte Einzelprojekt in Luzern. Erstaunlicherweise ist auch der neue Bus-Durchmesserperron am Bahnhof Luzern unter den unterstützten Projekten. Dies, obwohl der Kanton die Planungen für den Durchmesserperron abgebrochen hat. Als Grund gab er die Kosten, Platzmangel und Sicherheitsprobleme an.

Mit 56,6 Millionen Franken gehört Luzern zu den grössten Empfängern aus dem Bundestopf. Nur nach Zürich, Basel, Bern und Genf fliesst noch mehr Geld für deren Agglomerationsprogramme.

Bundesbeitrag steigt von 35 auf 40 Prozent

Speziell erfreulich für Luzern ist noch etwas anderes: An die bisherigen Aggloprogramme hat der Bund 35 Prozent bezahlt. Neu werden es 40 Prozent sein. Dies bedeutet, dass die Luzerner Verkehrsprojekte in den Augen des Bundes wichtiger und nützlicher geworden sind. Der Bund handelt nämlich nach dem Grundsatz: Je dringender und je besser das Kosten-Nutzen-Verhältnis eines Projekts, desto höher der Bundesbeitrag.

Beim Kanton reagiert man erfreut

Entsprechend nimmt man den Entscheid aus Bern beim Kanton Luzern «sehr positiv zur Kenntnis», wie Mike Siegrist, Abteilungsleiter Raumentwicklung, in einer ersten Stellungnahme schreibt. «Damit attestiert uns der Bund insgesamt ein wirklich gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis über das ganze Agglomerationsprogramm bzw. die darin enthaltenen Siedlungs- und Verkehrsmassnahmen». Die über 56 Millionen seien durchaus ein «substanzieller Beitrag», so Siegrist.

Die Vorschläge des Bundes gehen nun in die Vernehmlassung, die bis September dauert.

Die schweizweit am stärksten unterstützten Verkehrsprojekte liegen nicht in Luzern, sondern in Zürich, Basel und Genf. Die grössten Projekte sind unter anderem die neue Tramlinie nach Zürich-Affoltern, eine Veloschnellroute im Limmattal, die Elektrifizierung des Bussystems in Basel sowie die Tramverlängerung von Genf nach Frankreich.