Interview

10 Fragen an Thomas Götz: Ergötzliches für Krisen-Geplagte

Da wegen der Coronakrise keine Live- Auftritte möglich sind, verlegen Kabarettist Thomas Götz und Filmer Daniel Felix die beliebte Show «Ergötzliches» vom Theaterhaus Thurgau ins Fernsehen und ins Netz.

Andreas Ditaranto
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«Ergötzliches» von und mit Thomas Götz geniesst im Thurgau und über die Kantonsgrenzen hinaus Kultstatus.

«Ergötzliches» von und mit Thomas Götz geniesst im Thurgau und über die Kantonsgrenzen hinaus Kultstatus.

(Bild: Andrea Stalder)

Was würden Sie gerne noch ausprobieren?

Ich würde gerne eine nicht zu kleine Rolle in einem Spielfilm übernehmen.

Wie lautet Ihr Lieblingswort?

Zur Zeit ist es das Wort «systemrelevant». Ist es systemrelevant, dass sich das eidgenössische Parlament am 4.Mai zu einer ausserordentlichen Sitzung trifft? Beginnt die Krise dann nicht erst recht?

Ihr letzter peinlicher Moment?

Dieser ist für dieses Interview nicht systemrelevant.

Welches war Ihr Lieblingsschulfach?

Dem Geschichtsunterricht bin ich gerne gefolgt, da die Themen meine Fantasie und Visionen angeregt haben.

Was hatten Ihre Eltern früher immer zu Ihnen gesagt?

«Mach e mol vorwärts!»

Wen hatten Sie als Teenager bewundert?

Gregory Peck, der mich mit seiner Vielseitigkeit und Präsenz, damals wie heute beeindruckt.

Wen oder was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Einen Bootsbauer.

Wohin ginge Ihre Reise mit einer Zeitmaschine?

Zurück in die Zeit der Französischen Revolution. Es würde mich interessieren, ob es mich den Kopf gekostet hätte.

Wogegen sind Sie allergisch?

Momentan bin ich allergisch auf selbst ernannte Coronaspezialistinnen und -spezialisten. Allgemein bin ich allergisch gegen Populisten.

Ihr Lieblingsmenu besteht aus?

Pasta in jeder Form. Zum Dessert ein Coup Dänemark mit extra viel heisser Schoggisauce. (dit)

«Ergötzliches trotzt Krise» ist noch bis mindestens 9.Mai auf Tele Diessenhofen zu sehen sowie online (tele-d.ch oder ergoetzliches.ch).

Von Napoleon bis Nationalrat Schnyder – Götz spielt sie alle

Kabarettist Thomas Götz hält mit seinen Abenden im Theaterhaus Weinfelden seit bereits acht Jahren dem Thurgau den Spiegel vor. Seine Figuren sind Kult: Nationalrat Arnold Schnyder, dessen Schwester Sabine Schnyder, (sie wurde neu in den Thurgauer Grossen Rat gewählt), und sowieso Napoleon. Dazu befragt Götz live für gewöhnlich ausgewählte Gäste. In Coronazeiten ist das alles etwas anders.

Die im Regionalsender Tele Diessenhofen ausgestrahlte und von Filmer Daniel Felix aufgezeichnete Show nimmt schnell an Fahrt auf und reiht Absurdität an Absurdität. Es treten auf: Hausabwart Metzger, die Geschwister Schnyder, Napoleon, Journalist Mächler, Ökonom Strotz, der Präsident der Einbürgerungskommission, Einbürgerungskandidat Viśnič – alle gespielt natürlich von Thomas Götz.