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Zweiter Bolivien-Auftrag für Stadler

Nachschlag Vergangenen Monat ist der Ostschweizer Schienenfahrzeugbauer Stadler als erster europäischer Hersteller in Bolivien ins Geschäft gekommen. Die Bahngesellschaft Ferroviaria Andina hat bei Peter Spuhlers Unternehmen vorerst drei Lokomotiven besonders für den Güterverkehr bestellt. Diese werden von der spanischen Tochter Stadler Valencia gefertigt und könnten laut der Firma auch «zur Vorzeigelokomotive der geplanten Südamerikanischen Transkontinentalbahn werden», die dereinst Peru via Bolivien mit dem Hafen Santos in Brasilien verbinden soll.

Nun hat Stadler in Bolivien einen zweiten Auftrag gewonnen. Für den Nah- und Regionalverkehr im Grossraum Cochabambas, mit über 630000 Einwohnern die viertgrösste Stadt des Landes, wird Stadler zwölf elektrische Strassenbahnen liefern. Konkret handelt es sich um Light Rail Vehicles (LRV) oder leichtgewichtige Stadtbahnen, die mit maximal 80 km/h schneller sind als herkömmliche Strassenbahnen. Die dreiteiligen Fahrzeuge, die jeweils 200 Passagieren Platz bieten, werden laut Stadler in Europa gefertigt, montiert und, in die einzelnen Wagenteile zerlegt, nach Südamerika verschifft. In Bolivien werden die LRV auf einem geplanten, gut 40 Kilometer langen Netzwerk mit drei Linien das Zentrum Cochabambas mit Vororten und weiteren Städten im Ballungsraum verbinden.

Stadler obliegt auch Wartung und Unterhalt

Mit einer Machbarkeitsstudie und Designarbeiten betreffend das Schienennetzwerk ist vergangenes Jahr ein Konsortium namens Asociación Accidental Tunari beauftragt worden. Dieses besteht aus dem Bahntechnologieunternehmen Molinari Rail AG aus Winterthur und dem spanischen Engineering- und Bauunternehmen Joca. Es wird erwartet, dass es drei Jahre dauern wird, um das Netzwerk zu bauen. Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 537 Millionen Dollar veranschlagt. Davon ist der Löwenanteil von 504 Millionen Dollar für die Bauarbeiten, die Infrastruktur, das Schienennetz und das Rollmaterial vorgesehen. Die Auslieferung der LRV soll im August 2019 beginnen, und Stadler soll ab 2020 für drei Jahre Unterhalt und Wartung übernehmen. Geliefert werden Fahrzeuge des Typs Metelitsa, den Stadler selber entwickelt hat. Einen ersten Auftrag für 23 Metelitsa-Strassenbahnen hat Stadler im August 2016 für ein Tramnetz östlich der russischen Metropole St. Petersbug erhalten. (T. G.)

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