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Zwei Sticker unter einem Dach

Nach der Übernahme Jakob Schlaepfers durch Forster Rohner ist die neue Tochter zur Mutter gezügelt. Trotz der räumlichen Vereinigung soll Schlaepfer vollständig unabhängig bleiben.
Thomas Griesser Kym

«Ist es gescheit, in St. Gallen immer durch den Tunnel zu fahren für unsere Zusammenarbeit?» Diese rhetorische Frage stellt Emanuel Forster. Der Co-Geschäftsführer der Stickereifirma Forster Rohner spielt auf den Umstand an, dass sein Unternehmen an der Flurhofstrasse domiziliert ist und der schnellste Weg, um zu Jakob Schlaepfer an die Fürstenlandstrasse zu gelangen, über die Stadtautobahn durch den Rosenbergtunnel führt.

Tempi passati: Mittlerweile hat Forster Rohner den Konkurrenten, den man per Jahresanfang der Textilgruppe Filtex abgekauft hatte, in seinen Hauptsitz integriert. «Schon anlässlich des Kaufs hatten wir gesagt, dass wir ein paar Punkte angehen wollen», sagt Forster: «Das Ziel eines starken Standorts ist einer davon.» Unter dem Dach Forster Rohners ist nun die Produktion beider Firmen versammelt, Services und Administration sind zentralisiert worden. Bereits vor dem Sommer haben alle 55 Beschäftigten Jakob Schlaepfers gezügelt. Forster betont: «Jakob Schlaepfer bleibt Jakob Schlaepfer.» Heisst: «Die Marke, das Designteam und das Verkaufsteam bleiben völlig unabhängig.»

Die räumliche Zusammenführung ging einher mit Investitionen. Bei Saurer in Arbon hat Forster Rohner eine neue Stickmaschine Epoca 7 beschafft, und auch Jakob Schlaepfer stickt seine Kreationen heute fast ausschliesslich inhouse. Dazu hat Forster Rohner von einem bisherigen externen Partnerunternehmen auch mehrere Angestellte übernommen. «Die Produktion Jakob Schlaepfers ist gekennzeichnet durch teils andere Abläufe», sagt Forster. «Das mussten wir erst lernen.»

Obwohl es im Sticksaal nun etwas enger geworden ist, seien «auch die Kunden begeistert». Noch keinen Platz im Forster-Rohner-Gebäude haben Jakob Schlaepfers Kreativabteilung unter Martin Leuthold und der Verkauf. Sie sind auf dem Areal in einem Provisorium untergebracht, einem schmucken Holzbau. Aber Forster Rohner hat einen Anbau projektiert, denn «der Platzbedarf ist gross», sagt Forster.

An der Fürstenlandstrasse war Jakob Schlaepfer eingemietet, der Mietvertrag ist aufgelöst. Letzter Akt am alten Domizil wird ein Räumungsverkauf sein. Stoffe, Möbel, Bilder, Tapeten, Folien, Zutaten, Accessoires – alles, was die Züglete nicht mitgemacht hat, muss raus. «Es hat spannende Materialien und Materialkombinationen dabei», verspricht Forster.

Räumungsverkauf Jakob Schlaepfer AG, Fürstenlandstrasse 99, 9000 St. Gallen. 29./30. September, jeweils 8 bis 18 Uhr; 1. Oktober, 8 bis 13 Uhr.

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