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Zur Rose wächst in Frankreich

Die Frauenfelder Zur Rose Group kauft Doctipharma und setzt damit ihre forcierte Wachstumsstrategie fort.
Stefan Borkert
Die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose expandiert nach Frankreich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Frauenfelder Versandapotheke Zur Rose expandiert nach Frankreich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Aus dem Stand in eine starke Position. Das ist der Online-Apotheke Zur Rose in Frankreich gelungen. Die Zur Rose Group hat von der Lagardère-Gruppe den französischen Marktplatz Doctipharma erworben, der bereits eine gute Stellung im Markt inne hat. Über die Plattform von Doctipharma vertreiben mehr als 100 Partnerapotheken gut 15000 Gesundheits- und Körperpflegeprodukte. Doctipharma ist ausserdem mit der grössten Website zu Gesundheitsinformationen in Frankreich, Doctissimo, verlinkt. Walter Oberhänsli, CEO und Mitgründer von Zur Rose ­erklärt, dass in den kommenden Monaten Doctipharma in die von Promo Farma entwickelte Marktplatzplattform integriert werde. In Spanien vertreibt die Zur-­Rose-Tochtergesellschaft auf dieser Plattform bereits mehr als 70000 apothekenähnliche Produkte.

Zur Rose hat bei der Expansion den Turbo zugeschaltet. Manchem Kapitalgeber ist das Wachstumstempo ein Dorn im Auge. Vanessa Frey und Heinz Baumgartner als Vertreter der Grossaktionäre um die Familie Frey haben ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat angekündigt. Grund sind unterschiedliche Auffassungen über Art und Tempo der Wachstumsstrategie.

Vorerst keine weiteren Akquisitionen geplant

Oberhänsli verneint, dass der Rückzug Auswirkungen auf die Strategie der Zur Rose Group hat: «Wir und damit der gesamte verbleibende Verwaltungsrat halten an der Strategie fest.» Ob die Familie Frey sich aus ihrem Engagement (2016: 13,3 Prozent) zurückzieht, weiss er nicht: «Wir kennen die Absichten der Familie Frey in Bezug auf ihre Beteiligung bei Zur Rose nicht.» Oberhänsli erklärt weiter, man müsse unterscheiden zwischen organischem und akquisitorischem Wachstum. Derzeit seien keine weiteren Akquisitionen geplant. Es gehe nun darum, die neuen Gesellschaften zu integrieren und die operationellen Synergien umzusetzen. Die Übernahme von Doctipharma habe ergänzenden Charakter. Bezogen auf den Kaufpreis handle es sich um eine sehr kleine Transaktion, fährt er fort. Sie ­sichere jedoch Zur Rose eine ­starke Wettbewerbsposition in Frankreich. «Unsere Wachstumslogik machen wir gegenüber unseren Aktionären transparent. Sie ist genau der springende Punkt, warum auch institutionelle Anleger in Zur Rose investieren», betont Oberhänsli.

Walter Oberhänsli, CEO Zur Rose, Bild: DonatoCaspari

Walter Oberhänsli, CEO Zur Rose, Bild: DonatoCaspari

«Wir befinden uns in einem sich stark wandelnden Marktumfeld. Die Liberalisierung schreitet voran, die Digitalisierung nimmt Fahrt auf, und der Markt konsolidiert sich. Da reicht es nicht, das Richtige zu tun. Wir müssen es auch schneller als die anderen tun.» Und diesen Kurs fährt Zur Rose weiter. «Als nächstes ist geplant, das Marktplatzmodell nach Frankreich auch in Italien über die Aufnahme neuer Partner auszurollen», nimmt Oberhänsli das kommende Projekt ins Visier.

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