Zugbauer Stadler peilt Bulgarien an

Das Ostschweizer Unternehmen ist einer von vier Schienenfahrzeugherstellern, die sich um einen Grossauftrag in Bulgarien bewerben dürfen. Es geht um 42 Züge für geschätzte 260 Millionen Franken.

Thomas Griesser Kym
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Blick in die Produktion von Stadler im Werk am Hauptsitz in Bussnang. (Bild: Reto Martin)

Blick in die Produktion von Stadler im Werk am Hauptsitz in Bussnang. (Bild: Reto Martin)

Am 20. Juli hat der bulgarische Ministerrat der Erneuerung der Flotte der Bulgarischen Staatsbahnen BDZ zugestimmt. Nun soll es schnell gehen: Die Sparte Passagiertransport der BDZ hat vier Schienenfahrzeugbauer eingeladen, Angebote zur Lieferung von 42 elektrischen mehrteiligen Triebzügen einzureichen. Dazu eingeladen sind neben Stadler auch die deutsche Siemens, die tschechische Skoda Transportation und die polnische Pesa. Der Auftrag hat laut den Angaben aus Bulgarien einen geschätzten Wert von 450 Millionen Lew (260 Millionen Franken).

Die BDZ wollen die neuen Züge bis 2023 in Betrieb nehmen. Falls Stadler zum Zug kommt, wäre dies der Einstieg in einen neuen Ländermarkt in Osteuropa. Bis 2028 werden die BDZ laut ihren Angaben weitere 43 neue Züge benötigen. Ein Entscheid über diesen Folgeauftrag wird allerdings erst nach den nächsten bulgarischen Parlamentswahlen erwartet, die 2021 oder 2022 stattfinden sollen.

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