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Zügeln und Bäume pflanzen

Das St.Galler Start-up Leihbox.com hat gut zwei Jahre nach dem Roll-out ein Netzwerk aufgebaut, das die ganze Schweiz abdeckt. 500 Kioske sind angeschlossen. 25000 Leihboxen kursieren bereits.
Stefan Borkert
Leihbox-Gründer Erik Streller-Shen: «Kioske sind ideale Partner für uns.» (Bild: Michel Canonica)

Leihbox-Gründer Erik Streller-Shen: «Kioske sind ideale Partner für uns.» (Bild: Michel Canonica)

Stefan Borkert

Umzugskartons und Bananenkisten haben Konkurrenz bekommen. Mitte 2015 gestartet, hat sich das St. Galler Unternehmen Leihbox zu einem flächendeckenden Anbieter gemausert. Über die Internetplattform Leihbox.com können Mehrwegboxen gemietet werden. «Wir haben inzwischen auch Deutschland und Österreich im Programm», sagt Gründer Erik Streller-Shen. Der Durchbruch kam, als mit dem Medien-Logistiker und Kioskbelieferer 7Days Media Service ein idealer Partner gefunden wurde. Waren es anfänglich drei Standorte, so sind mit der ehemaligen Valora-Tochter 7Days Ende September schlagartig 500 Kioske in der ganzen Schweiz hinzugekommen, an denen die Leihboxen abgeholt und zurückgebracht werden können.

Neue Einsatzgebiete und KMU als Zielgruppen

Geschäftsführer Streller-Shen ist überzeugt, dass das Unternehmen noch weiter wachsen wird. «Aktuell kursieren 25000 Leihboxen von uns», sagt er. Die recyclierbaren Kunststoff-Faltboxen sind ursprünglich fürs Zügeln gedacht gewesen, aber sie kommen in ganz verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Man kann die stabilen Boxen für die Ferien mieten, für Pfadilager, für den Transport von Unterlagen oder auch Weinflaschen beispielsweise. Die Zielgruppe wächst ständig. Streller-Shen betont: «Wir wollen auch KMU für unsere Mehrwegboxen gewinnen.» Und dieses Vorhaben stösst auf offene Ohren. In Gossau nutzt die Raiffeisenbank die Leihboxen. In Lausanne die Stadtmission und in Uzwil die Gemeindeverwaltung. Die Boxen sind standardisiert und stapelbar, und sie haben Einsätze etwa für Hängeregister, so dass man diese weiterhin nutzen kann. «Neu im Programm ist eine Bigbox», sagt Streller-Shen. Sie werde man allerdings nicht an den Kiosken holen und bringen können.

Immer ist er auf der Suche nach zusätzliche Standorten und weiteren Einsatzmöglichkeiten. So habe sich mit der Renovation von Haus und Wohnungen ein breites Einsatzgebiet aufgetan. Habe man einen Wasserschaden, wechsle man die Küche aus oder verlege einen neuen Boden, dann könne man den Inhalt der Schränke für die Dauer der Handwerksarbeiten sicher verstaut in den Leihboxen unterbringen.

Fünf Bäume für 100 Leihboxen

Streller-Shens Ziel ist es, die Wege kurz und das Zügeln einfach zu machen. «Ich bin im Gespräch mit Apotheken und Versicherungen», sagt er. Das Interesse sei da. Und um den ökologischen Nutzen der Mehrwegboxen zu unterstreichen, arbeitet Leihbox nun auch mit der Winterthurer Stiftung Green Ethiopia zusammen. Pro 100 vermietete Leihboxen werden fünf Bäume gestiftet.

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