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Zinsen bleiben die wichtigste Einnahmequelle

Die Appenzeller Kantonalbank hat im letzten Jahr ihren moderaten Wachstumskurs fortgesetzt. Zugleich konnte sie ihren Gewinn steigern. Kundenausleihungen haben die tiefen Zinsen kompensiert.
Stefan Borkert
Appenzeller Kantonalbank, Appenzell, Bild von 2018, Bild pd

Appenzeller Kantonalbank, Appenzell, Bild von 2018, Bild pd

Das Hypothekargeschäft macht den Löwenanteil bei der Appenzeller Kantonalbank (APPKB) aus. Zwar sind die Baulandreserven im Appenzellerland begrenzt, aber Bankdirektor Ueli Manser sagt, dass durch verdichtetes Bauen, Renovationen und Erneuerungen genügend Potenzial für die nächsten Jahre vorhanden sei. Und Bankratspräsident Roman Boutellier schätzt den Immobilienmarkt stabil ein: «Nein, ich glaube nicht, dass es hier die Gefahr einer Immobilienblase gibt.»

Die Bilanz der Appenzeller KB fällt wiederum positiv aus. «Auch 2018 konnte der Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt werden», sagt Direktor Manser. Die Bilanzsumme wuchs demnach um 4,1 Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Franken an. «Dieses Wachstum war nötig, um trotz der aktuellen Tiefzinslage ein gutes Ergebnis zu erreichen», so Manser. Die Hypothekarausleihungen der Bank stiegen um 117 Millionen Franken auf 2,7 Milliarden Franken an. Ähnlich entwickelte sich die Passivseite mit den Kundeneinlagen. Diese stiegen um 4,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken. «Durch die positive Entwicklung bei den Kundengeldern kann das erhöhte Ausleihevolumen gesund refinanziert werden», so Manser.

Kosten stabil gehalten

Während die Erträge leicht anstiegen, blieben die Kosten stabil. Das führte unter dem Strich mit 21,7 Millionen Franken zu einem um rund 1,2 Millionen höheren Geschäftserfolg als 2017. Nach Zuweisungen von 9,8 Millionen Franken in die Reserven resultierte ein Gewinn in Höhe von 12,4 Millionen Franken. Die APPKB hat somit das Eigenkapital auf 298,5 Millionen Franken erhöht. «Das entspricht einer guten und harten Kernkapitalquote von 19,7 Prozent», sagt Manser.

Aus dem Gewinn werden dem Kanton Appenzell Innerrhoden 750000 Franken für die Verzinsung des Dotationskapitals und sieben Millionen Franken an die Staatskasse ausbezahlt. Mit rund 82 Prozent ist das Zinsengeschäft weiterhin der wichtigste Ertragspfeiler der APPKB. Durch das Wachstum bei den Ausleihungen konnten die tiefen Zinsmargen kompensiert und dadurch der Zinsertrag konstant gehalten werden. Aufgrund des tieferen Zinsaufwandes resultierte im Vergleich zum Vorjahr ein um 2,2 Prozent höherer Netto-­Erfolg aus dem Zinsengeschäft. Leicht rückläufig waren die Erträge hingegen aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft. Sie reduzierten sich um 2,3 Prozent auf 4,1 Millionen Franken. Dies sei einerseits auf die Umstellung des Anlageangebots im ersten Halbjahr und andererseits auf das schwierige Anlageumfeld zurückzuführen, erklärte Manser. Bankratspräsident Boutellier sagte, dass auch bei der APPKB die globalen Unsicherheiten spürbar seien. Die Weltkonjunktur und die politischen Unsicherheiten würden sich auf das Geschäft auswirken.

Manser sagte schliesslich, dass die APPKB wichtige Projekte in Bezug auf die Digitalisierung letztes Jahr abgeschlossen habe. Man bleibe bei dem Thema aber weiter am Ball.

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