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Zentrum mit doppelter Wirkung

Die Förderplattform Startfeld macht einen bedeutsamen Schritt vorwärts. In St. Gallen hat sie ihr Innovationszentrum eröffnet. Es soll nicht nur Jungunternehmer in die Region ziehen, sondern auch deren Abwanderung verhindern.
Thorsten Fischer
Spielerei mit Software, die Gesichter verfremdet: Auch beim Rundgang im Innovationszentrum vereinten sich Kreativität und ernster Hintergrund. (Bild: Benjamin Manser)

Spielerei mit Software, die Gesichter verfremdet: Auch beim Rundgang im Innovationszentrum vereinten sich Kreativität und ernster Hintergrund. (Bild: Benjamin Manser)

ST. GALLEN. Wie man ein Innovationszentrum – als Hort der Kreativität – besser nicht eröffnet, ist klar: mit starrem Ablauf und steifen Reden. Die Partner von Feld3 haben deshalb gestern auf ein völlig anderes Rezept gesetzt. Sie ermöglichten den Gästen das freie Flanieren und spontane Gespräche innerhalb des Gebäudes im Westen von St. Gallen, an der Lerchenfeldstrasse direkt neben der Empa. Auch die ersten eingezogenen Jungfirmen waren bereits am Werk. Der rege Austausch zwischen Köpfen aus ganz verschiedenen Bereichen – von Mikrobiologie über Design bis zu Wirtschaftswissenschaften – gehört zur festen Vision für das Innovationszentrum, mit dem die Förderplattform Startfeld (siehe Kasten) ihren Wirkungskreis erweitern will. Es gibt Räume, wo Firmen für sich ihren Projekten nachgehen können, aber ebenso offene Begegnungszonen für Gespräche.

Ausgelegt als Startbahn

Das gemeinsame Ziel der Mitglieder und Partner von Startfeld und Feld3: Innovatives Ostschweizer Jungunternehmertum soll unterstützt werden. Alle Beteiligten sollen dabei ihre Kompetenzen einbringen, «damit sich die Ostschweiz auch in Zukunft als starkes Ökosystem für Unternehmergeist und Innovation positionieren kann».

In erster Linie einen Platz zum Starten zu geben, daran erinnerte Startfeld-Geschäftsführer Peter Frischknecht gestern ebenfalls – nicht in einer konventionellen Rede, sondern mit einem szenischen Einstieg. Es müsse zur Eröffnung nicht bereits alles zu 100 Prozent perfekt sein, gute 65 bis 70 Prozent genügten auch, sagte er in einem Telefongespräch mit einem Gesprächspartner, der immer noch eifrig mit allerlei Vorbereitungen beschäftigt zu sein schien.

So vielfältig, wie die Zielgruppe des Innovationszentrums ist, so verschieden ist auch seine Trägerschaft. Frischknecht liess sein Mikrophon unter den anwesenden Vertretern zirkulieren, die sich in einem lockeren Frage-Antwort-Spiel abwechselten.

Empa-Chef Gian-Luca Bona sagte, man sei sehr interessiert daran, Innovationen anzustossen – umso erfreulicher sei es, wenn in St. Gallen nun in unmittelbarer Nachbarschaft zur Empa solche Innovationen umgesetzt würden. Für Albert Koller, Geschäftsleitungsmitglied der St. Galler Kantonalbank (SGKB), ist es wichtig, dass die SGKB bei den für sie wichtigen Klein- und Mittelunternehmen auch ganz am Anfang mit dabei sein könne. Konkret mit der Stiftung Startfeld, die Anfangskapital für Jungunternehmer bereitstellt. Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin freute sich, dass es nun besser gelingen könne, die Abwanderung von Wissen zu stoppen und kreative Arbeitsplätze und gut ausgebildete Menschen in der Region zu halten. FHS-Rektor Sebastian Wörwag lobte, dass das Projekt äusserst unbürokratisch abgewickelt und gestartet worden sei. Hans Altherr wiederum freute sich, als designierter Präsident von Startfeld weitere Ideen und Kreativität einbringen zu können. Dass bereits einige kreative Energie in den Räumen vorhanden ist, davon zeigte sich HSG-Prorektorin Ulrike Landfester überzeugt. Und Isabel Schorer von Startfeld erinnerte daran, dass man das Zentrum offen für viele halten wolle. Schliesslich bilanzierte Beat Ulrich, Delegierter der St. Gallen-Bodensee-Area: Mit dem Innovationszentrum katapultiere sich Startfeld in die Super-League der Schweizer Start-up-Szene.

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