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ZAHNMEDIZIN: Mehr Zähne brauchen Coltene

Die Altstätter Dentalprodukteherstellerin Coltene AG hat letztes Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Besonders in Asien und Lateinamerika konnten grosse Zuwächse erzielt werden.
Stefan Borkert
Blick in die Produktion: Coltene kann bei praktisch allen Produkten die Verkaufszahlen steigern. (Bild: PD)

Blick in die Produktion: Coltene kann bei praktisch allen Produkten die Verkaufszahlen steigern. (Bild: PD)

Stefan Borkert

«Wir liegen über dem Markt», sagt Martin Schaufelberger, der Geschäftsführer der Coltene AG. Das vergangene Jahr brachte Wachstum und gute Zahlen. Das wird auch im laufenden Jahr so weitergehen. CEO Schaufelberger geht davon aus, dass der Betriebserfolg mindestens gehalten werden kann. In den USA hat Coltene mit der Akquisition von Diatech Neuland betreten. Diatech stellt Diamantbohrer her und verkauft diese direkt an die Kunden, also Zahnärzte. «Mit Diatech haben wir erstmals direkten Kontakt zu den Zahnärzten», sagt Schaufelberger. Mit der zweiten Akquisition, dem Zukauf der liechtensteinischen Kenda, habe man zudem das Sortiment an rotierenden Instrumenten erweitern können. Kenda stellt Zahnpolierer aus Silikon her. Weitere Zukäufe seien denkbar, müssten aber zur Coltene- Gruppe passen.

Er betont ausserdem, dass man beim Vertrieb, Verkauf und Marketing weitere Investitionen tätige. Ausserdem gibt Schaufelberger ein klares Bekenntnis zum Standort und auch der Produktion in der Schweiz ab. Damit ist unter anderem der 11 Millionen Franken teure Neubau in Altstätten gemeint, der bis Ende Jahr bezogen werden soll.

Coltene hat letztes Jahr einen Umsatz von 168 Millionen Franken erzielt. Das Betriebsergebnis übertraf mit 15,2 Prozent die angepeilte Zielmarke von 15 Prozent. Finanzchef Gerhard Mahrle sagte weiter, dass der Reingewinn ebenfalls angestiegen sei, und zwar um 10 Prozent auf 19 Millionen Franken. Das Wachstum betrifft alle vier Weltregionen, in denen Coltene tätig ist. Spitzenreiter ist dabei Lateinamerika mit Brasilien gefolgt von Asien mit Indien und China. Europa und Nordamerika konnten zwar auch zulegen, aber nur marginal. «Nordamerika und Europa sind Verdrängungsmärkte», begründet das der CEO.

Einwegprodukte sind im Kommen

Auf dem Markt herrsche derzeit der Trend hin zu Einwegprodukten. Schaufelberger: «Dazu zählen etwa unsere Einweg-Polierköpfe von Kenda.» Man müsse dieser Entwicklung auch in Zukunft Rechnung tragen und die Produktpalette entsprechend optimieren. Allerdings gelang es Coltene bereits 2017, die Abverkäufe in allen Produktgruppen zu steigern, mit Ausnahme der Infektionskontrolle, die auf dem Vorjahresniveau verharrte. Die grösste Zunahme erzielte die Produktgruppe rotierende Instrumente mit 14 Prozent, was insbesondere auf die Akquisition der Diatech zurückzuführen ist. Es folgen die Behandlungshilfen mit einem Anstieg von 10,4 Prozent auf fast 23 Millionen Franken. Beide Gruppen hätten von der Lancierung neuer Produkte profitiert, so Schaufelberger. Der Bereich Restauration legte um 2,5 Prozent auf über 41 Millionen Franken zu. Die Umsätze der Produktgruppe Prothetik nahmen um 2,3 Prozent auf gut 34 Millionen Franken zu.

Für das Geschäftsjahr 2018 setzt sich die Gruppe zum Ziel, ihre führende Position weiter zu festigen. Finanzchef Mahrle erwartet aufgrund der Senkung der Unternehmenssteuern in den USA eine Reduktion des Steueraufwandes in Höhe von rund einer Million Franken.

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