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ZAF heisst jetzt Schweizer Zucker

Der umständliche Name Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG (ZAF) ist Geschichte. Die Generalversammlung hat einen neuen Namen beschlossen. Mit Swissness soll auch im Inland noch mehr Zucker verkauft werden.
Stefan Borkert
Im Zeichen des neues Namens ist die 100. Generalversammlung der Zuckerfabriken Aadorf und Frauenfeld AG über die Bühne gegangen. (Bilder: Reto Martin)

Im Zeichen des neues Namens ist die 100. Generalversammlung der Zuckerfabriken Aadorf und Frauenfeld AG über die Bühne gegangen. (Bilder: Reto Martin)

FRAUENFELD. Ein Jahr lang ist der neue Verwaltungsrat der ZAF im Amt und er hat schon viel Bewegung in die Traditionsfirma gebracht. Seit gestern mittag heisst der einzige Schweizer Betrieb, der Zuckerrüben zu Zucker verarbeitet, Schweizer Zucker AG. Der Sitz ist in Frauenfeld. Verwaltungsratspräsident Andreas Blank versichert, dass mit dem neuen Namen keine Standortschliessungen angedacht seien. «An beiden Orten wird weiter Schweizer Zucker produziert.»

CEO Guido Stäger betont, dass Produkt und Firma stärker mit den positiven Werten der Schweiz in Verbindung gebracht werden sollen. Der Swissness-Entscheid helfe dabei sicherlich auch, denn Schweizer Zucker sei gefragt. So ist letztes Jahr mehr Schweizer Zucker verkauft worden, als produziert wurde. Das habe vor allem daran gelegen, dass man noch Vorräte aus dem Rekordjahr gehabt habe. In diesem Zusammenhang bezeichnete Stäger den Neubau des grossen Silos in Frauenfeld als die vielleicht wichtigste Investition. Denn wenn Schweizer Zucker nachgefragt werde, müsse man ihn auch liefern können. Zwar habe man die Zuckermenge in den letzten Jahren erhöhen können, dennoch musste noch zusätzlich Zucker importiert werden.

Schutz für Schweizer Zucker

Den internationalen Zuckermarkt betrachtet Verwaltungsratspräsident Andreas Blank kritisch. Nach einem Höhenflug der Preise auf dem Weltmarkt 2010/2011 sei der Zuckerpreis wieder gesunken. Derzeit werde mehr produziert als nachgefragt. Das drücke den Preis auf dem Weltmarkt. Der Schweizer Zuckerpreis sei an den Preis im EU-Markt gekoppelt. Mit den schweizerischen Zöllen würden nur die Differenzen zwischen Weltmarkt und EU ausgeglichen. Wenn aber die Zuckerpreise auch in der EU dermassen weitersinken, dann müsste man politische Überlegungen anstellen, um den Schweizer Zucker im Inland besser zu schützen.

Süsser Gewinn

Die Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG hat unterdessen ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012/2013 hinter sich. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 2,8 Millionen Franken ab.

Den durchzogenen Witterungsbedingungen zum Trotz konnten im Berichtsjahr 1,7 Mio. Tonnen Rüben geerntet werden. Die Zuckergehalte waren eher niedrig, was eine Zuckermenge von 260 000 Tonnen ergab. Guido Stäger ergänzt, dass die tiefen Zuckergehalte allerdings zu einem erhöhten Energiebedarf beim Eindicken des Zuckersaftes und zu einem höheren Verbrauch an Hilfsstoffen führte. Verkauft wurden hingegen 284 000 Tonnen Schweizer Zucker. Die ZAF erwirtschaftete im Berichtsjahr damit einen Gesamtertrag von über 270 Mio. Franken.

5 Millionen Rückstellungen

Der Aufwand belief sich auf 197 Mio. Franken. Darin sind 130 Mio. Franken für die Rüben enthalten. Der Cashflow beträgt 23,9 Mio. Franken. Dank des Ergebnisses konnten Rückstellungen von gut fünf Mio. Franken gemacht werden.

Im Werk Frauenfeld sind 853 000 Tonnen Rüben verarbeitet worden. Im neuen Zuckersilo werden nun 40 000 Tonnen Zucker auf Vorrat gelagert.

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