Würth schöpft nach Dämpfer neue Hoffnung

Nach dem schwierigsten Jahr in der Geschichte rappelt sich die Würth-Gruppe wieder auf.

Hans Bärtsch
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Zürich. 2020. So lautet das längerfristige Ziel von Würth, dem Weltmarktleader im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Ausgedeutscht will der Bauzubehör-Konzern bis in zehn Jahren den Umsatz mehr als verdoppeln und den Mitarbeiterbestand bis auf 100 000 steigern – wenn nicht weitere Weltwirtschaftskrisen dazwischenfunken.

Die letzte, noch längst nicht ausgestandene, hat nämlich auch die Würth-Gruppe markant zurückgeworfen.

Im Rückblick auf 2009 sprach Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, vor den Medien von der «schwierigsten Herausforderung». Der Umsatz sank um 15% auf 7,52 Mrd. €, wobei immer noch ein positives Betriebsergebnis (235 Mio. €) herausschaute. Grund zur Hoffnung gibt nun der aktuelle Geschäftsgang. Für 2010 wird mit einem Umsatzplus von 8% auf 8,1 Mrd. € gerechnet.

Offiziell hat Würth seit letztem Jahr zwei Konzernsitze: den bisherigen im schwäbischen Künzelsau (für das Deutschland-Geschäft) und den neuen in Rorschach (von der Schweiz aus wird das internationale Würth-Geschäft dirigiert). Der in Rorschach geplante neue Würth-Verwaltungssitz komme planmässig voran, sagte Konzernleitungsmitglied Jürg Michel. Zurzeit sei man in der Detailplanung. Baubeginn soll im Herbst sein, die Bauphase drei Jahre dauern. In Rorschach sollen bis zu 500 neue Arbeitsplätze entstehen.