«Wir sind heute gut aufgestellt»

Die Versandapotheke Zur Rose AG Frauenfeld führt die Geschäftsbereiche Schweiz und Deutschland zusammen. Geschäftsführer und Verwaltungsrat Walter Oberhänsli entwickelt Zur Rose als Marke weiter.

Stefan Borkert
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Walter Oberhänsli Geschäftsführer und Verwaltungsrat der Zur Rose AG (Bild: pd)

Walter Oberhänsli Geschäftsführer und Verwaltungsrat der Zur Rose AG (Bild: pd)

Herr Oberhänsli, was bedeutet es konkret, dass Sie mit Zur Rose von der Länder- zur Markenorganisation wechseln?

Walter Oberhänsli: Die Marke Zur Rose wird länderübergreifend unter einer Organisation geführt. Das heisst, die beiden bis anhin separat geführten Geschäftsbereiche in der Schweiz und in Deutschland fassen wir zusammen. Somit können wir die Synergien in der Marktbearbeitung besser ausschöpfen.

Wenn Sie als Marke auftreten, dann wäre ein englischer Brand womöglich hilfreicher. Wird also Zur Rose bald umgetauft, oder gehen Sie verstärkt mit DocMorris auf Märkte ausserhalb des deutschsprachigen Raums?

Oberhänsli: Im Fall einer Internationalisierung würde DocMorris als unsere Patientenmarke durchaus Sinn machen. Zur Rose ist und bleibt die Marke für das Ärztegeschäft. Im Versandgeschäft verfolgen wir mit ihr insbesondere den Ausbau des elektronischen Rezepts.

Matthias Baumann, der Zur Rose Richtung Möbel Pfister verlässt, hat den rezeptfreien Medikamentenversand in der Schweiz sowie die Pflegedienstleistung HomeCare aufgebaut. Sind in diesem Bereich noch weitere Ausbauschritte vorgesehen?

Oberhänsli: Im Sinne der Kundenbedürfnisse werden wir alle unsere Geschäftsfelder und Dienstleistungen wie HomeCare weiterentwickeln. Die Pflegedienstleistung HomeCare hat sich seit deren Lancierung 2011 bei der Ärzteschaft, bei Krankenkassen und bei Patienten etabliert und sich zu einem wichtigen Umsatztreiber entwickelt. Um die Versorgungssicherheit weiter zu steigern, bauen wir unsere Kompetenzen auch auf neue Fachbereiche, wie Rheumatologie, Dermatologie und Gynäkologie laufend weiter aus.

Die Konsolidierung und Integration von DocMorris ist vorangeschritten. Haben Sie schon neue Akquisitionen im Blick?

Oberhänsli: Wir sind heute gut aufgestellt, um unsere Marktposition weiter zu stärken und den Wachstumskurs fortzusetzen. Eine neue Akquisition steht jedoch nicht auf der Agenda.

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