WIR-Opposition geht leer aus

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GenossenschaftsbankDie Genossenschafter der WIR-Bank haben der Unternehmensleitung trotz heftiger Kritik oppositioneller Mitglieder an und vor der ­Generalversammlung (GV) ihre Unterstützung zugesagt. Laut Angaben von WIR-Sprecher Volker Strohm waren 277 der rund 2100 Stimmen an der GV vertreten. Die Zahl der anwesenden Personen war geringer als die Stimmenzahl, denn jeder Genossenschafter darf gemäss den Statuten die Stimme eines zweiten Genossenschafters vertreten. Die Anträge des Verwaltungsrates wurden laut Auskunft Strohms mit 70% (Vergütungsbericht), 73% (Entlastung), 79% (Vergütungsvorschlag für das laufende Jahr), 80% (Jahresbericht) und 94% (Gewinnverwendung) gutgeheissen.

Trotz des vergleichsweise schmalen Pflichtprogramms dauerte die GV drei Stunden. Es habe eine «angeregte Diskussion» stattgefunden, teilte die WIR-Bank, die ihren Hauptsitz in Basel hat, in einem Communiqué mit. Medienvertreter waren nicht zugelassen. Strohm sagte, 15 bis 20 Personen hätten das Wort ergriffen. Selbstredend wurden auch die Kritiker laut, welche in den vergangenen Wochen und Monaten eine schleichende Entmachtung der Genossenschafter an­prangerten und die Geschäftsführung für die erodierenden Umsätze innerhalb des WIR-Verrechnungssystems verantwortlich machten.

Die aus diesen Kreisen laut gewordenen Aufrufe, der WIR-Führung an der GV die Unterstützung zu verweigern, fand offensichtlich nicht die erforderliche Unterstützung. Es ist allerdings nicht auszuschliessen, dass die Opposition noch die Durchführung einer ausserordentlichen GV zu erreichen versucht, um Änderungen an der Geschäftspolitik zu erzwingen. (D.Z.)