«Wir haben die Tools»

Der 30jährige Frauenfelder Mathias Brenner ist am Zürcher Software-Startup Sherpany beteiligt. Sherpany verbindet Aktiengesellschaften, Verwaltungsräte und Anleger. Mittlerweile zählt Sherpany 27 börsenkotierte Firmen zu seinen Kunden. Sherpany ist im Finale des Swiss Economic Award.

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Mathias Brenner Mitbegründer der Softwareschmiede Sherpany

Mathias Brenner Mitbegründer der Softwareschmiede Sherpany

Der 30jährige Frauenfelder Mathias Brenner ist am Zürcher Software-Startup Sherpany beteiligt. Sherpany verbindet Aktiengesellschaften, Verwaltungsräte und Anleger. Mittlerweile zählt Sherpany 27 börsenkotierte Firmen zu seinen Kunden. Sherpany ist im Finale des Swiss Economic Award.

Herr Brenner, was bedeutet eigentlich Sherpany?

Das ist ein Kunstwort, das sich aus den Wörtern Sherpa, Shareholder und Company zusammensetzt. Ursprünglich hatten wir das Produkt ganz nüchtern Online GV getauft. Doch dann verwarfen wir den Namen wieder, weil unser Angebot deutlich über die GV-Abstimmungen hinausgeht.

Dass börsenkotierten Firmen ab 2015 eine Online-Abstimmung an der Generalversammlung anbieten müssen, dürfte für Sherpany ein Vorteil gewesen sein.

Ja, das stimmt. Viele Firmen kamen zu uns, weil sie aus rechtlichen Gründen eine Lösung brauchen, und nicht, weil sie zunächst vom Instrument begeistert waren. Dabei bieten wir weit mehr als nur Online-Abstimmungen an. Wir haben die Tools, welche es Firmen wie einer Swiss Re erlauben, in einen Dialog mit ihren 70 000 Aktionären zu treten. Diese Möglichkeit der neuen Art der Beziehungspflege hat bei unseren Kunden letztlich den Ausschlag gegeben.

Was für einen Nutzen soll der Kleinaktionär von Sherpany haben?

Ich bin überzeugt, dass ein Aktionär ein Interesse an seiner Firma hat. Und schon alleine deshalb sich eine bessere Kommunikation zwischen sich und der Firma wünscht. Mit Sherpany machen wir aus Aktionären Fans mit Verantwortung.

Was sind die nächsten Schritte für Sherpany?

In wenigen Tagen bringen wir eine App für Apple und Android heraus, welche es den Nutzern erlaubt, direkt mit ihren Firmen zu kommunizieren. Dann kann die Firma per Push-Nachricht ihre Aktionäre daran erinnern, dass in wenigen Minuten die Abstimmung fällig ist. Für Firmen ergibt das eine ganz neue Reichweite.

Wo steht Sherpany in einem Jahr?

Vor einem Jahr waren wir zu dritt, heute sind wir ein 16köpfiges Team. Ich glaube weiterhin an unseren Wachstum. In einem Jahr werden 100 000 Aktionäre über Sherpany abstimmen und wir werden unsere Vision von engagierten Aktionären ins Ausland tragen. Mit unserm Tempo lancieren wir in einem Jahr eine weitere Überraschung. (art)

SG - Thema Businesslunch Besteck Gabel Serviette gedeckter Tisch bei Nett Restaurant Schützengarten (Bild: Ralph Ribi)

SG - Thema Businesslunch Besteck Gabel Serviette gedeckter Tisch bei Nett Restaurant Schützengarten (Bild: Ralph Ribi)

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