Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WINTERTOURISMUS: Die Rückkehr der Europäer

Falls das Wetter mitspielt, stehen die Schweizer Wintersportorte vor einer guten Saison. Die ETH-Konjunkturforschung KOF rechnet nach einer Durststrecke mit mehr Gästen aus Europa.

Seit bald zehn Jahren leiden die Schweizer Wintersportorte unter rückläufigen Gästezahlen aus den Ausland. In diesem Winter soll es endlich wieder aufwärts gehen: Laut der ETH-Konjunkturforschung KOF steigt die Zahl der Hotelgäste von Dezember bis März um 3,6 Prozent.

«Schnee und gutes Wetter sind natürlich die Voraussetzung für mehr Gäste in den Wintersportorten», sagte KOF-Chef Jan-Egbert Sturm gestern vor den ­Medien. Die Witterung spielte vor allem in der zurückliegenden Wintersaison nicht mit. Sie bescherte den Hoteliers und Bergbahnen schlechte Zahlen. Anlass zur optimistischen Prognose für den kommenden Winter geben der wirtschaftliche Aufschwung in Europa und der stärkere Euro, der Ferien in der Schweiz etwas günstiger macht.

Und die Schweizer dürften ihre Wintersportferien vermehrt im eigenen Land verbringen, denn eine Hotelbuchung in Österreich oder in Südtirol ist nicht mehr so günstig wie noch vor einem Jahr, als der Euro weniger als 1.10 Franken wert war. Mehr als die Hälfte der Hotelübernachtungen entfallen in der Wintersaison auf Schweizer Gäste. Die KOF rechnet damit, dass aber auch wieder mehr Touristen aus Deutschland, Frankreich und Italien den Weg hierher finden. Sturm: «Es besteht Nachholbedarf.» Bei diesen Gästen kam es nach Ausbruch der Eurokrise zu starken Rückgängen. Trotzdem: Die Deutschen bilden nach den Schweizern nach wie vor die zweitwichtigste Gästegruppe in den Schweizer Hotels.

Die KOF stellt bei den Pro­gnosen und Einschätzungen auf die Hotellerie ab, denn bei der Parahotellerie und erst recht bei Airbnb ist das Zahlenmaterial unvollständig.

Reisende aus Asien füllen Hotels

Die KOF rechnet für die kommenden zwei Jahre mit robusten Wachstumszahlen. Angefangen hat der Aufwärtstrend im Tourismusgeschäft schon in diesem Sommer, die Zahl der Hotelübernachtungen stieg um 3,4 Prozent. Es waren in erster Linie die Gäste aus Asien, die für die Musik sorgten. Nach der Delle im vergangenen Jahr machten sich wieder deutlich mehr Gäste aus China zu Europa-Reisen auf. In der Schweiz sind sie heute mit mehr als 1,2 Millionen Ankünften die fünftwichtigste Gästegruppe.

Und der China-Boom in den Schweizer Hotels setzt sich fort: Laut der KOF kommen in den nächsten beiden Jahren 15 bis 20 Prozent mehr Reisende aus dem Reich der Mitte in die Schweiz. Wie gross das Potenzial ist, lässt sich an der geringen Passdichte erahnen: Erst 6 Prozent der Chinesen haben ein Reisedokument.

Rainer Rickenbach, Zürich

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.