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Wika wächst und baut aus

Der Seetaler Messgeräte-Hersteller Wika investiert 20 Millionen Franken in ein neues Kompetenzzentrum. Es macht den Weg frei für neue Arbeitsplätze in der Produktion sowie in der Produkte-Entwicklung.
Rainer Rickenbach

Wika hat in den zurückliegenden Jahren in Hitzkirch immer wieder an- und ausgebaut. «Wir sind gewachsen und wieder einmal an räumliche Grenzen gestossen. Nun nehmen wir das grösste Ausbauprojekt seit langer Zeit an die Hand», sagt CEO Andreas Kolb. Gestern wurde im Industriegebiet Hegler der Spatenstich für ein neues Gebäude mit 10000 Quadratmetern Produktions- und Büroflächen vorgenommen. Das Unternehmen investiert 20 Millionen Franken in ein neues Kompetenzzentrum.

Wika hiess bis Ende des vergangenen Jahres Manometer und ist Teil des deutschen Familienunternehmens Wika mit insgesamt über 9000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 1 Milliarde Franken. Die Wika Schweiz AG beschäftigt mehr als 300 Angestellte, 270 von ihnen in Hitzkirch. Dazu zählen 28 Lernende.

Wika fertigt im Luzerner Seetal mechanische und elektronische Geräte zur Messung von Druck, Temperaturen, Füllstand, Kraft und Kalibriertechnik. «Einen Teil unserer Produkte stellen wir für die anderen Wika-Produktionsstätten her, der andere Teil geht an unsere Kunden in 47 verschiedenen Ländern. Die meisten von ihnen sind Industrieunternehmen. Ihr Spektrum reicht von Atomkraftwerken bis hin zu Kaffeemaschinen-Herstellern», erklärt Kolb. In den Produktionshallen werden die mechanischen Messgeräte teilweise vollautomatisch produziert.

Viele der Messgeräte werden in Zusammenarbeit mit den Kunden entwickelt, die Palette umfasst mehr als 1 Million verschiedene Typen aus unterschiedlichen Materialien, mit verschiedenen Durchmessern und für diverse Druckbereiche. In Hitzkirch werden die Niederdruckmess­geräte, wie sie zum Beispiel in der Medizin- oder Lüftungstechnik Anwendung finden, für die ganze Unternehmensgruppe hergestellt. Zudem entsteht dort das Herzstück, vergleichbar mit Uhrwerken, für zahlreiche Messgerät­typen. Es wird an alle Produktionsstätten des Unternehmens geliefert. «Alles in allem sind es mehrere Dutzend Millionen Messgeräte und Teile davon, die wir im Jahr ausliefern», so Kolb. Das neue Gebäude wird auch Raum für die Kunststoffspritzerei bieten. Die Erweiterung im Werkzeugbau ist notwendig für die Entwicklung und Herstellung der selbst ausgetüftelten Werkzeuge und Fertigungsmittel zum Eigengebrauch. Um die Entwicklungsabteilung aufzustocken, hat Wika bereits neue Ingenieure eingestellt. Das Wachstum soll gemäss Kolb weitere 40 Neueinstellungen nach sich ziehen.

Mit dem neuen Gebäude steigt auch der Anteil an erneuerbaren Energien, die Wika für den Betrieb benötigt. Die Firma nutzt Energien der Sonne, des Grundwassers und der Maschinenabwärme aus. Auf dem Dach ist eine Fotovoltaikanlage geplant. Die Maschinenkühlung mit Grundwasser und die Nutzung der Maschinenabwärme zum Heizen erlauben es, den Ener­gieverbrauch einzudämmen.

Gute Karten im internen Wettbewerb

Die Schweiz war der erste Wika-Produktionsstandort ausserhalb Deutschlands. In den 1960er- Jahren übernahm Wika die damalige Manometer AG, die ihren Sitz seinerzeit in Zürich hatte. 1971 zog Manometer nach Hitzkirch um. Heute ist Wika auch mit grösseren Produktionsstätten in China, Polen, Indien, Brasilien, Kanada, Südafrika und den USA vertreten.

Die Hitzkircher müssen darum auch für den internen Wettbewerb fit sein. «Wir landeten in den zurückliegenden Jahren beim internen Ranking stets auf Platz eins. Die hohen Kosten machen wir mit Zuverlässigkeit, Effizienz, Schnelligkeit und Ideen in der Produkte-Entwicklung wett», sagt Kolb.

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