Wie sich die UBS Schweiz wappnet

Die UBS bleibt gefordert. Unter anderem gibt sich die Grossbank eine Holdingstruktur, und neue Gesetze sind in der Vernehmlassung. Lukas Gähwiler, Chef von UBS Schweiz, sagt, wie sich die Grossbank im Heimmarkt den Herausforderungen stellt.

Thorsten Fischer Thomas Griesser Kym
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Lukas Gähwiler verantwortet als Chef von UBS Schweiz das gesamte Geschäft im UBS-Heimmarkt. (Bild: Urs Bucher)

Lukas Gähwiler verantwortet als Chef von UBS Schweiz das gesamte Geschäft im UBS-Heimmarkt. (Bild: Urs Bucher)

ST. GALLEN. Als Folge der Debatte um «Too big to fail» arbeitet die UBS daran, sich eine Holdingstruktur mit eigenständigen Tochtergesellschaften zu geben. Dabei wird auch eine eigene UBS Switzerland AG geschaffen. Lukas Gähwiler, Chef von UBS Schweiz, spricht im Interview von «einem Riesenprojekt». Von der technischen Komplexität her sei es sogar anspruchsvoller als die Fusion von Bankgesellschaft und Bankverein zur UBS im Jahr 1998. Die neue Struktur im Hintergrund werde aber so gut wie keinen Einfluss auf die Art des Geschäfts, auf Mitarbeitende oder Kunden in der Schweiz haben.

«Profitabel und effizient»

Das Retailgeschäft mit Privat- und Firmenkunden als solches ist laut Gähwiler «extrem profitabel, vor allem, seit es mit neuen Informationstechnologien effizient betrieben werden kann». Für eine Universalbank wie die UBS sei das Retail ausserdem der Akquisitionsmotor für die Vermögensverwaltung, das Wealth Management.

Derzeit ist auch das neue Finanzdienstleistungsgesetz (Fidleg) in der Vernehmlassung, das im Kern mehr Schutz für die Anleger vorsieht. «Grundsätzlich begrüssen wir es, wenn ein Gesetz den Anlegerschutz regelt», sagt der in der Ostschweiz aufgewachsene Gähwiler. «Aber das muss vernünftig und verhältnismässig geschehen.»

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